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Startseite, 26.08.2016

 

Lieber Besucher!
Wende Deinen gesunden Menschenverstand an. Glaube nicht alles, was man erzählt und berichtet. Gehe den Dingen ruhig auf den Grund und irgendwann wirst Du keine Mühe mehr haben, zu erkennen, was Wahrheit ist. Erst dann wirst Du sehen, daß es außerhalb des "gesunden Menschenverstandes" noch viel, viel mehr gibt und schon immer gab. Aber es entzieht sich unserem Verstand solange, wie wir diesen Verstand  zum einzigen und alleingültigen Maßstab aller Dinge machen. Das tut die Wissenschaft auch nicht. Wissenschaftler können nur neues Wissen entdecken und erforschen, wenn sie die Grenzen des bestehenden Wissens überschreiten und im Unbekannten suchen. Also sei nicht töricht und beziehe Dich nicht auf Wissenschaft, wenn es um etwas geht, das die Wissenschaft nicht erforscht hat. Sage nie, "ich glaube nur an das, was wissenschaftlich nachweisbar ist". Das ist der dümmste Standpunkt, den man einnehmen kann, denn die Wissenschaft selber findet ständig Neues dort, wo sie es noch nicht erforscht und nachgewiesen hat. Wenn Du skeptisch bist, dann bleib dabei. Wenn Du Dich an der Wissenschaft orientierst, dann bleib dabei. Bedenke aber, daß die Wissenschaft etwas ist, das auch Du niemals ganz erfassen kannst. Dein Wissen von der Wissenschaft wird immer Lücken haben. Es kann also auch sein, daß die Wissenschaft längst von dem weiß, was Dich mit Skepsis erfüllt.

Die Nahrungslosigkeit ist der Wissenschaft längst bekannt. Und wenn Du vielleicht nie davon gehört hast, ändert das nichts. Du bist dann eben nur schlecht informiert über das, worauf Du Dich berufst. Nahrungslosigkeit ist eine in China seit Jahrtausenden bekannte Praktik, genannt "BiGu". Nahrungslosigkeit wurde von Rudolf Steiner (1861–1925), dem Begründer der Anthroposophie, beobachtet. Er sammelte Arzt- und Hospitalberichte darüber. Es gab also zahlreiche Fälle. Die Wissenschaft kann es nur registrieren, kann aber nichts damit anfangen, weil es keine Grundlage, keine Theorie dazu gibt. Darum wird sie dieses auch nicht erforschen. Aber sie weiß davon. Sei also vorsichtiger, wenn Du Dich auf die Wissenschaft berufst.

Das Nachfolgende soll nicht belehren, nicht bekehren und nicht missionieren. Es soll auch niemanden von seinen Irrwegen abbringen. Es soll Information sein, für den, der mit ehrlichen Willen danach sucht. Und außerdem ist es eine ganz persönliche und individuelle Erfahrung, die nicht zu verallgemeinern ist.

* * *

2005 und 2006 habe ich den Lichtnahrungsprozeß nach Anleitung der Bücher von Jasmuheen gemacht. (klicke hier, um unten den jeweils kompletten Verlauf zu sehen) Damals bedeutete das, die 1. sieben Tage gar nichts zu sich zu nehmen, auch kein Wasser. Die restliche Zeit bis zum 21. Tag sind Wasser und Fruchtsäfte erlaubt. So lautete "die Anweisung", die von Jasmuheen in Form einer detaillierten Anleitung nur weitergegeben wurde. Heute gibt es abgeschwächte Varianten milderer Form, wie "Lichtnahrungsprozeß in 3 Tagen", die von Trittbrettfahrern frei erfunden wurden und die sich damit einen finanziellen Vorteil verschaffen, indem sie solche "Lichtnahrungs-Seminare mit Unterkunft" anbieten.

Ich schätze Jasmuheen nicht sonderlich, halte sie sogar für äußerst suspekt, angesichts des eigenen Gedankengutes, das sie in ihren Büchern "hinzufügt". Ich denke, daß sie dennoch als "Übermittlerin" gewählt wurde, von wem auch immer. Die Lehre stammt ja dem Vernehmen nach aus einer medialen Durchsage von höheren Ebenen des Bewußtseins. Vielleicht wurde Jasmuheen auch gerade deswegen dazu ausersehen, damit auch für Zweifel genügend und berechtigter Spielraum bleibt. Die Lehre entzieht sich auch dem Versuch eines wissenschaftlichen Nachweises. Das kann auch gar nicht anders sein, denn der untrügliche und unwiderlegbare Beweis würde unsere Wissenschaft und den Glauben daran ins Wanken bringen und vielleicht unsere Kultur zerstören. Essen und Nahrung beschaffen sind Teil unseres Lebens. Das läßt sich nicht ändern, wie Jasmuheen und andere es in ihren Büchern fälschlich versprachen. Nahrungslos zu leben wird immer eine Ausnahme bleiben.

Der Lichtnahrungsprozeß kann NICHT von jedermann absolviert werden, so wie es Jasmuheen und andere Autoren, sowie inzwischen zahlreiche Nachahmer, behaupten. Die Wesenheiten der höheren Bewußtseinsebenen sagen dazu, daß man erst ein gewisses Seelenalter erreicht haben muß. Danach ist es möglich, aber nicht etwa zwingend nötig. Nahrungslos zu leben ist kein Teil der spirituellen Höherentwicklung, der von jeder Seele gegangen werden muß. "Es bleibt die Ausnahme der ganz besonderen Erfahrung."

Alle, die sich mit Eifer danach sehnen und drängen, sind Junge Seelen, die vom Ego getrieben werden. Diese Versuche müssen scheitern. Aber auch Alte Seelen, die das nötige Seelenalter haben (Alt 4 nach der Archetypen-Seelenlehre) können vom Ego getrieben werden, sogar sehr häufig und sehr heftig. Es ist ja nicht Sinn der Inkarnation, frei von den Illusionen des Egos zu sein, im Gegenteil. Das Ego schafft die Illusionen dieser Welt, die so wichtig für das Wachstum der Seele sind, denn anders läßt sich nicht "erleben und erfahren", was das Menschsein ist.

Wir sind als Mensch Darsteller in einem Drama, an dem wir als Seele mitgeschrieben haben und stehen nun auf einer Bühne "die Welt" und spielen die selbstgewählte Rolle nur dann gut, wenn wir alles vergessen haben und ganz in dieser Illusion versinken.

Nachfolgend mein Bericht zum 3. Lichtnahrungsprozeß, beginnend am 01.02.2015.
Da ich durch den 1. Lichtnahrungsprozeß bereits gemäß der Anleitung "umgestellt" oder "eingeweiht" bin, habe ich mir die 7 Dursttage erspart. Auch sonst nehme ich es nicht mit Haarspalterei, sondern süße meine Getränke mit Zucker, Traubenzucker oder Honig. Essen werde ich allerdings grundsätzlich nichts, auch nicht geringste Mengen. Mein Ziel ist, die 21 Tage durchzuhalten. (wenn es mein Gewicht erlaubt, ich habe festgelegt, nicht unter 69  kg zu gehen) Danach werde ich wahrscheinlich wieder zum Essen übergehen, das Bedürfnis ist zu groß, denke ich. Ich will mich aber dahingehend in keiner Weise festlegen und sehe auch, daß ich mit dieser Einstellung viel mehr die Seele sprechen lasse, als zuvor 2005 und 2006. Damals war viel zu viel Ego im Spiel. Der Wunsch, "etwas zu beweisen".

Der Hauptantrieb zu dieser Maßnahme ist allerding, so wie auch bei den ersten beiden Versuchen, der gleiche: Ich habe ein großes Problem mit sehr vielen Nahrungsmitteln und wohl hauptsächlich mit der zunehmenden Anzahl an Zusätzen, die von der Lebensmittelindustrie unentwegt hinzugefügt werden. Die Symptome gleichen denen einer Glutenunverträglichkeit und der Histaminintoleranz. Alles in allem dürfte es auch unter den Begriff "Reizdarm" fallen. Und ich habe inzwischen eine kardiologisch nachgewiesene absolute Arrhythmie und nur noch eine Herzleistung von 50 Prozent. Nachts im Schlaf steigt mein Blutdruck auf 150 oder 160 und mein Puls auf 100 oder 120. Ich habe immer das Gefühl gehabt, es hinge mit dem Essen zusammen.

* * *

  01.02.2015, 1. Tag
ich esse heute nichts, aber ich faste auch nicht, denn ich werde ja von Licht ernährt.
Mein Anfangsgewicht ist 74,85 kg. Ich trinke nur Tee gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C).

02.02.2015, 2. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C). Ich fühle mich schlecht, wie immer in der letzten Zeit. Mein Gewicht ist auf 72,75 kg gefallen.

03.02.2015, 3. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C). Ich fühle mich besonders müde, abends regelrecht kaputt. Hab allerdings auch den ganzen Tag in meiner Werkstatt an der Bohrmaschine gestanden. Mein Gewicht ist auf 72,6 kg gefallen. Blutdruck und Puls sind immer noch zu hoch. Durchfall.

04.02.2015, 4. Tag
ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C). Heute Morgen war mein Blutdruck und Puls zum ersten Mal seit langer, langer Zeit wieder normal. 106/88, Puls 64. Mein Gewicht ist auf 72,2 kg gefallen. Ich fühle mich 20 Jahre jünger. Morgens irgendwann, nicht beim ersten Wasserlassen, etwas dunkler Urin und sehr starkes Brennen, wie bei einer Harnwegeentzündung. Danach nicht mehr. Ganzen Tag Durchfall wie bei meiner Gluten-Unverträglichkeit.

05.02.2015, 5. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig, werde das Camu Camu (Vitamin C) heute mal wegen dem Durchfall weglassen. Blutdruck 130/99, Puls 56, Gewicht ist gefallen auf 71,75 kg. Fühle mich gut, und seit gestern auch spürbar bessere Konzentration. Lediglich beim Treppensteigen merke ich doch, das was fehlt. Ich fühle mich müde, aber nicht erschöpft, wie am Ufer eines großen Flusses sitzend, auf dem meine Depressionen davonschwimmen.

06.02.2015, 6. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C). Habe gestern bemerkt, daß ich mehrfach an Essen dachte. Mein Blick ging suchen umher und registrierte alles Eßbare.
Blutdruck heute Morgen 129/84, Puls 51, Gewicht 72,9 kg. Ich halte anscheinend mein Gewicht. Heute war ich etwas depressiv, Gegen Mittag enorme Müdigkeit. Habe Nachmittags wieder geschlafen. Fühle mich ansonsten besser als sonst.

07.02.2015, 7. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig und Camu Camu (Vitamin C). Fühle mich gut. Blutdruck heute Morgen 123/97, Puls 51, Gewicht 72,3 kg. Habe keine direkte Gier nach Essen, aber ein gewisses Bedauern, wenn ich mir vorstelle, daß ich künftig darauf verzichent sollte. Ich weiß noch nicht, ob ich das länger als 21 Tage mache. Es kommt vor allem darauf an, ob ich mein Gewicht halte und ob dieses wunderbare Wohlbefinden anhält. Ich werde nicht aus Ehrgeiz daran festhalten, höchstens die 21 Tage durchstehen, falls es zu negativen Empfindungen kommt. Ich habe allerdings seit Tagen eine fast wasserklaren, schleimigen Stuhlgang von sehr geringer Menge. Das Gleiche, was sich in den letzten zwei Jahren hin und wieder durch meine Glutenunverträglichkeit eingestellt hat.

08.02.2015, 8. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig. Das Camu Camu lasse ich heute mal weg. Ich habe immer noch Durchfall, wenn auch wenig. Ich nehme dagegen heute 40 Gramm Flohsamen (75 kcal). Blutdruck heute Morgen 116/81, Puls 69. Gewicht 71,5 kg. Ich bin sehr glücklich darüber, hätte nie gedacht, daß ich von meinen Arrhythmien mit Dauerpuls von 100 -120 und Blutdruck um die 150 nochmal runterkomme. Zumal die Medikamente wirkungslos waren. Meine Leistungsfähigkeit ist in den letzten 3 Tagen enorm gestiegen, ich kann wieder 25 Liegestütz machen. fühle mich leicht und habe nicht den gewohnten Eindruck von leichtem Schmerz bei allen Bewegungen. Auch das Treppensteigen fällt mir leicht. Allerdings denke ich immer noch mit Bedauern ans Essen.

09.02.2015, 9. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig. Ich nehme auch heute 40 Gramm Flohsamen (75 kcal), gegen den Durchfall. Es ist nicht mehr viel Stuhlgang, aber immer noch dünn. Gestern ab Mittag war ich ziemlich depressiv. Das ist heute Morgen nicht mehr der Fall. Mein Blutdruck heute Morgen war 143/89, Puls 55, Gewicht 71,25 kg. Ich fühle mich gut. Seit einigen Tagen spüre ich wieder das altbekannte Ziehen im Bereich der Leber. Besonders bei aufkommendem Streß oder bei starker Konzentration bei meinen Arbeiten. Es ist, als würde eine "innere Körperinstanz" darüber wachen und urteilen und werten, was sinnvolle oder unnütze Arbeit ist.
Ich war heute beim EDEKA, da gab es irgendwas Gebratenes heiß, ich habe aber nicht hingeschaut. Der Geruch verfolgte mich noch bis zu Hause. Eine permanente Gier nach Essen verspüre ich nicht, aber sie lauert in mir, sozusagen.

10.02.2015, 10. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Zucker oder Honig. Ich nehme auch heute 40 Gramm Flohsamen (75 kcal).  Blutdruck 129/101, Puls 72, Gewicht 71,05 kg. Am Vormittag war ich ein paar Stunden extrem gereizt. Abends gab es Frikadellen, für mich natürlich nicht. Der Duft hat mich doch sehr angezogen. Ich trinke seit 3 Tagen 1 x einen Grünen Tee mit Honig gesüßt, sonst Hagebuttentee oder Pfefferminztee.

11.02.2015 11. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Honig oder Fruchtsaft. 40 Gramm Flohsamen. (75 kcal) Gestern habe ich den ganzen Nachmittag bis Abends in meiner Werkstatt gearbeitet und war ziemlich müde. Habe gut geschlafen und mein Blutdruck ist sensationell gut, wie nie zuvor. 101/76, Puls 66, Gewicht halte ich, 71,05 kg.


Es ist ja nun so etwas wie "Halbzeit der vorgesehenen 21 Tage". Ein Anlaß, einige Worte zum Lichtnahrungsprozeß zu schreiben.Ich denke, daß sich von denen, die sich dafür interessieren, 99 Prozent niemals dazu aufraffen können. Die Restlichen teilen sich in die, die vorzeitig aufgeben oder später nach einigen Wochen oder auch Monaten wieder mit dem Essen beginnen. Sie sagen fast immer, sie hätten es aus "gesellschaftlichen, sozialen Gründen" aufgeben müssen, weil sie Schwierigkeiten damit hatten, in der Gemeinschaft "nicht zu essen". Von den paar, die angeblich nichts essen, gibt es überwiegend solche, die eine gelegentliche Suppe oder einen Saft nicht dazu zählen oder es verdrängen und sich nicht bewußt sind, "mit wie wenig" der Mensch überleben kann. (und sogar gut leben) Einige dürften auch schlafwandlerisch an den Kühlschrank gehen und essen. Und es gibt natürlich Fälle von Bewußtseinsspaltung. (wird der Therese von Konnersreuth nachgesagt) In solchen Fällen kann man natürlich nicht von Täuschung oder Lüge reden. Bei der Therese von Konnersreuth war allerdings die Familie eingebunden und - falls es eine Täuschung gab - daran beteiligt. Es ist gut nachvollziehbar, daß wenn eine solche Öffentlichkeit erst hergestellt ist, ein Rückzug gar nicht mehr möglich ist. Alle Buchautoren, die von sich selbst behauptet haben, nichts zu essen, wurden entweder überführt, daß sie nicht die Wahrheit sagen oder sind bei Klinik-Versuchen gescheitert. Von der Wissenschaft wird das Thema nicht aufgegriffen, obwohl es immer wieder auch Fälle gibt, die untersucht werden. Aber es gibt keine Theorie dazu, die für die Wissenschaft akzeptabel wäre und jeder Wissenschaftler, der sich damit beschäftigen würde, müßte um seinen Ruf bangen.
Was übrig bleibt, sind einige wenige, verstreut über den ganzen Globus, die nichts essen oder auch nichts trinken. Sie treten nicht an die Öffentlichkeit, schreiben keine Bücher und halten keine Seminare ab. Sie sind auf einer derart hohen spirituellen Ebene, daß sie das für unbedeutend und unwichtig halten. Die meisten dürften in Klöstern, Einsiedeleien oder geschützt von Anhängern leben. Ein paar vielleicht in Höhlen im Himalaya. Wer eine Internetpräsenz hat, zählt sicher nicht dazu, denke ich. Nahrungslosigkeit gab es immer schon, Rudolf Steiner hat darüber schon Arzt- und Klinikberichte gesammelt. Nahrungslosigkeit bedeutet für Mediziner "Ratlosigkeit". Sie können das nicht ein- und zuordnen. 

 

12.02.2015, 12. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Honig oder Fruchtsaft. Blutdruck heute Vormittag 129/106, Puls 89, Gewicht 71,45 kg. Habe immer noch etwas Stuhlgang, der Durchfall ist aber seit 2 Tagen weg. Nehme jedoch dagegen weiterhin vorerst 40 Gramm Flohsamen (75 kcal) täglich. Ich bin heute Morgen etwas gereizt. Mein Gewicht hält sich anscheinend.

13.02.2015, 13. Tag
Ich esse heute nichts. Nur Tee, gesüßt mit Honig oder Fruchtsaft. Blutdruck heute Morgen 136/80, Puls 69, Gewicht 70,45 kg. Ich bin heute Morgen etwas depressiv. Das ist nicht ungewöhnlich. Aber das Hungern macht es nicht besser. Seit gestern trinke ich Aronia-Saft. Ich habe 1 kg Gewicht verloren. Habe immer noch Stuhlgang, aber kein Durchfall mehr. Ist mir etwas rätselhaft, nur 40 Gramm Flohsamen (75 kcal) täglich kann das nicht stammen, denke ich. Gegen Mittag verwand die depressive Stimmung, ich fühle mich fit. Merkwürdigerweise ist mir der Appetit auf süße Getränke vergangen, habe 1 Gemüsesaft (95 kcal)  und 1 Sauerkrautsaft (75 kcal) getrunken.

14.02.2015, 14. Tag
Ich esse nichts. Nur Tee gesüßt mit Honig und Gemüsesäfte. Blutdruck 111/90, Puls heute leicht erhöht 98, nach 2 Stunden 131/104, Puls 63. Gewicht 71,35 kg. 1 Rote Beete Saft (185 kcal), 1 Tee mit Honig (50 kcal)

15.02.2015, 15. Tag
Ich esse nichts. Nur Tee gesüßt mit Honig und Gemüsesäfte. Heute Nacht hatte ich enorme Bauchscherzen, so wie noch nie in meinem ganzen Leben. Es fing schon gestern um 23 Uhr an und setzte sich fort bis nach 02:30 Uhr. Es war so schlimm, daß ich schon Vorbereitungen für die Fahrt ins Krankenhaus traf. Ich konnte weder liegen, noch stehen, noch umherlaufen. Wärmeflasche war wirkungslos. ASS Schmerztabletten ebenso. Teilweise mußte ich Würgen mit Brechreiz, aber es kam nichts hoch. Der Auslöser war Tomatensaft, den ich abends noch getrunken hatte, etwa 1/2 Liter. Nach dem Motto "Säfte nach Belieben", wie es im Lichtnahrungsprozeß heißt, hatte ich schon den ganzen Tag über Gemüsesäfte konsumiert. Wohl gesamt an die 2 Liter. Das war zuviel. Abhilfe schaffte schließlich Bullrichsalz, weil ich dachte, daß alle erst mal raus müsse. 2 große Eßlöffel auf 1/2 Liter warmes Wasser. Nach einer halben Stunde war der Schmerz weg. Die Darmentleerung ließ allerdings bis zum Morgen auf sich warten. Blutdruck und Puls wunderbar, 102/64, Puls 64, Gewicht 72,4 kg. Befinden ebenso gut.

16.02.2015, 16. Tag
Ich esse nichts. Nur Tee gesüßt mit Honig, Kaffee schwarz, Frucht- und Gemüsesäfte. Blutdruck heute Morgen 93/76, Puls 65, Gewicht 73,25 kg. Irgendwas hat sich heute Nacht verändert. Ich mußte wenig auf die Toilette, habe anscheinend jetzt mehr Wasser im Körper, darum auch die plötzliche Gewichtszunahme. Irgendwie bin ich heute "abwesend", auch gereizt. Ich zeichne ab heute alles auf, was ich trinke, möchte die Kalorien zählen, die ich täglich zu mir nehme.

17.02.2015, 17. Tag
Ich esse nichts. Nur Tee gesüßt mit Honig oder Zucker, Kaffee schwarz, Frucht- und Gemüsesäfte. Gestern habe ich insgesamt 260 kcal zu mir genommen. (Tabelle folgt am Ende des Berichtes) Mein Gewicht ist konstant, nachdem es erst gefallen war und vor 2 Tagen wieder anstieg. (die Waage ist überprüft)
Blutdruck heute morgen 128/93, Puls 60, Gewicht 73,1 kg. Ich fühle mich insgesamt gut. Alles in allem scheint sich mein Blutdruck zu normalisieren, und vor allen Dingen scheint meine "absolute Arrhythmie" sich zumindest sehr gemildert zu haben, was einer Normalisierung der Herzleistung entspricht. Ich nehme die empfohlenen, verschriebenen Medikamente NICHT ein, ich nehme gar keine Medikamente ein. Es geht mir "ohne die Schulmedizin" besser, als je zuvor.
Daß ich bei der Nahrungslosigkeit (oder der starken Einschränkung, wie ich sie praktiziere) bleibe, glaube ich nicht. Ich denke, das gehört nicht zu meinem spirituellen Weg, aber interessant zu wissen, daß dieser Weg nicht unmöglich wäre.

18.02.2015, 18. Tag
Ich esse nichts. Nur Tee mit braunem Zucker gesüßt. Honig zum Süßen lasse ich mal weg, wegen der vielen Kalorien. Kaffee schwarz, Frucht- und Gemüsesäfte. Gestern habe ich insgesamt 338 kcal zu mir genommen.  Mein Blutdruck ist heute Morgen 115/74, Puls 60, Gewicht 73,0 kg. Ich werde vielleicht ein paar Tage mit gänzlich Null Kalorien dranhängen, um zu sehen, was das Gewicht macht.

(Ich muß immer wieder betonen, daß ich zuvor häufig einen Blutdruck um die 150 und einen Ruhepuls um die 100 bis 120  hatte. Eine "absolute Arrhythmie mit Vorhofflimmern". Sie hat sich anscheinend verabschiedet. Von Ärzten verordnet wurden: Verahexal, Digimerck, Marcumar und für die Schilddrüse L-Thyroxin.Das alles nehme ich entgegen ausdrücklichen, ärztlichen Rat nicht mehr ein, ohne eine Nachahmung zu empfehlen. Ich stelle das nur für mich persönlich fest. Ich fühle mich gut und kreativ. Allerdings stelle ich fest, daß die Gewichtszunahme tatsächlich auf eine höhere Wasserspeicherung des Körpers beruht, ich kann es auch etwas an den Beinen und vor allem den Knöcheln sehen. Ich führe es darauf zurück, daß ich am 14. Tag damit begann, auch mal einen Grünen Tee zu trinken (Koffein) und dann Schwarzen Tee und Kaffee schwarz. Das Koffein wirkt auf meinen Kreislauf und führt paradoxerweise zu einer schlechteren Entwässerung. Stuhlgang habe ich nicht mehr, nur noch etwas fast  wasserklaren Schleim, den ich mit einer Glutenunverträglichkeit oder mit Reizdarm in Verbindung bringe, weil ich das von früher kenne. Der Aroniasaft scheint dagegen gut zu wirken. Möglicherweise durch die hohen Anteile an Gerbsäure, die sich schon im Mund dadurch bemerkbar machen, daß sie die Schleimhäute "stumpf" machen. Mir scheint, ich sollte Aroniasaft etwas reduziert, aber regelmäßig trinken. Ich nehme mal vorerst 200 ml täglich.

Was die Auswirkungen auf meine spirituelle Entwicklung betrifft, so mache ich ebenfalls wertvolle Erfahrungen. Allerdings bleiben bei mir jegliche "euphorische Höhenflüge" und besondere Wahrnehmungen, Visionen etc., die so oft in Verbindung mit Fasten erwähnt werden, gänzlich aus. Ich bin offensichtlich ein dazu unfähiger Realist und Pragmatiker, der sich außerdem auch noch erlaubt, ein Analytischer Geist zu sein. Es sind eher ernüchternd-bereinigende Feststellungen. Selbst wenn ich nun im weiteren Verlauf feststellen sollte, daß ich mit Null Kalorien leben kann, wird das nicht mein Weg sein. Überhaupt ist der Gedanke, daß damit eine sehr hohe spirituelle Entwicklung einherginge, ein falscher Ansatz. Die Basis ist ein hohes Seelenalter, ab Alt 4 (Archetypen-Seelenlehre), das habe ich. Aber die Nahrungslosigkeit ist nichts, das zu einer weiteren, herausragenden spirituellen Entwicklung führt. Sie ist eine spezielle Erfahrung einiger weniger Seelen, ich schätze sie auf nur einige Tausend, rund um den Globus verteilt. Meine Erfahrungen sind mehr die der damit verbundenen Körperlichkeit, dem Verzicht, der Selbstbeherrschung und auch der Linderung von Beschwerden und Krankheiten. Somit erfülle ich meinen Seelenplan und mein Soll. Der Ursprung meiner Idee war aber eindeutig der, "herausragend zu sein", das zu Leugnen, wäre ein Beitrag zur Selbstlüge. Auch das war eine wichtige Erfahrung der Seele, sich selbst zu erhöhen oder es zu wünschen. Und so verfahren Millionen mit diesem Gedanken, sie werden alle angetrieben vom Ego und seinen Wünschen. Und es ist nicht verkehrt, die Seele braucht diese Erfahrungen, auch wenn sie allesamt daran scheitern. Das gehört ebenso zur spirituellen Entwicklung. Es ist der Wunsch des Kindes, vom Vater besonders geliebt zu werden. Es ist der Wunsch, GOTT näher zu sein, als andere es sind. Und so laufen viele dem Wunsch hinterher und suchen sich noch junge, ehrgeizige Seelen ein billiges Medium, daß Ihnen höchstes Seelenalter und vielleicht auch "letzte Inkarnation" bescheinigt. Aber auch als  Alte Seele ist man nicht befreit von diesen Wünschen, wie ich nun selber wieder erfahren habe. Der Lohn für Selbstehrlichkeit ist "Innere Ruhe". Angekommen sein und fühlen, und auf dem rechten Weg weitergehen zu können, in der Gewißheit, daß niemand wirklich irrt und niemand verloren geht und auch, daß niemand von seinen Wegen abgehalten und missioniert werden muß. Auch wenn es viele Umwege gibt, die "falsch" aussehen, so führen sie doch alle zum richtigen Ziel. 

19.02.2015, 19. Tag
Ich esse nichts. Habe gestern wieder Kaffee getrunken und einen herben Rückschlag erlitten, was Blutdruck und Puls betrifft. Heute Nacht habe ich es schon bemerkt und heute Morgen hatte ich Blutdruck 139/88, Puls in Ruhe 101.  Gewicht 72,65 kg. Ich kämpfe schon lange gegen die Sucht nach Koffein oder auf Theobromin (im Kakao). Habe jetzt die letzten Tage wieder damit angefangen, erst war es ein Grüner Tee, dann ein schwarzer Tee, dann Kaffee schwarz und so ging es jetzt ein paar Tage. Nun rebelliert mein Herz wieder und ich muß mich wieder mal von der Sucht befreien. Habe auch wieder deutliche Wassereinlagerungen in den Beinen, daher auch das Gewicht. Normalerweise müßte ich in Folge der fast Null-Nahrung noch abnehmen. Es dauert jetzt erfahrungsgemäß etwa 3 Tage, bis der Körper sich wieder umstellt.
Kaffee, Grüner und Schwarzer Tee sind vorerst gestrichen. Ich trinke heute nur Wasser, auch keine Gemüse- oder Fruchtsäfte. Null Kalorien. Das werde ich bis zum 21. Tag so halten, habe ich mir vorgenommen. Dann entscheide ich, wie ich weiter vorgehe. Das wird auch vom Gewicht abhängen. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, daß ich mein Gewicht bei Null Kalorien auf über 70 Kilo halten kann.

20.02.2015, 20. Tag
Ich esse nichts. Trinke seit gestern Morgen nur Wasser. Ich fühle mich geistig-psychisch gut, besser als zuvor. Körperlich-motorisch bemerke ich allerdings. daß was fehlt. Beim Treppensteigen muß ich etwas langsam tun. Blutdruck  heute Morgen 125/83, Puls 65, Gewicht 71,35 kg.
Morgen ist der letzte Tag, ich werde dann entscheiden, ob ich noch ein paar Tage anhänge. Das hat nur Sinn, wenn das Gewicht nicht zu sehr runtergeht und Aussicht bestehen, daß es sich hält. Als Limit habe ich mir jetzt 68 Kilo gesetzt. Wäre von daher interessant, diese Erfahrung entweder zu machen oder zu wissen, daß es für mich nicht möglich ist, ohne Nahrung zu leben. Gerade jetzt, wo ich die 20 Tage schon hinter mir habe, ist der Gedanke naheliegend. Stuhlgang hab ich kaum noch, muß aber doch mehrmals täglich auf die Toilette, weil das Gefühl da ist. Mein Darm sondert nach wie vor ein wenig klaren Schleim ab. Und der erweckt den Eindruck, ich müsse auf die Toilette.
Mir ist noch etwas aufgefallen: Ich habe eine "Sebostase" (besonders trockene Haut). Daraus hat sich auf dem Rücken ein "Lichen simplex cronicus" entwickelt, etwa daumenlang. Eine Stelle, etwas schuppig und erhöht, die eigentlich ständig juckt. Das hat sich zurückgebildet, die Haut ist glatter geworden, das ist fühlbar. Und es juckt seltener. (Die Behandlung durch Hautärzte mit speziellen Salben und Lotionen war über die Jahre erfolglos.  Was dagegen letztlich half, war tägliches einreiben mit reinem Kokosfett. (mit 1/4 reinem Petroleum gemischt) Gegen Abend wurde ich zunehmend gereizt.

21.02.2015, 21. Tag
Ich esse nichts. Nur Wasser. Meine Arrhythmie ist zurückgekommen. Habe wieder unregelmäßigen Puls. Vor allem, wenn ich zwei verschiedene Meßgeräte verwende. Blutdruck Meßgerät I 118/90, Puls 117, Meßgerät II 127/97, Puls 71. Gewicht 70,8 kg. Ich bin darüber enttäuscht aber weiß, daß man damit leben kann. Psychisch fühle ich mich stabil, körperlich etwas schwach, beim Treppensteigen fällt es mir auf. Die Gewichtsabnahme ist zwar gering, läßt aber vermuten, daß es ohne jegliche Kalorien weiter runter gehen wird. Ich werde das morgen sehen.

22.02.2015, 22. Tag
Heute ist der 1. Tag nach dem 21-Tage Programm, das ich nun abgeschlossen habe. Ich habe in den 21 Tagen nichts gegessen. Habe zunächst gesüßten Tee oder Fruchtsäfte getrunken. Später auf das Süßen verzichtet. Und ich habe Gemüsesäfte statt der Fruchtsäfte getrunken. Gegen meine Reizdarmbeschwerden habe ich teilweise 40 g Flohsamen täglich zu mir genommen.
Ab 19. Tag habe ich nur noch Wasser getrunken, keine Kalorien zugeführt. Lediglich am 20. und 21. Tag je 0,075 L Aroniasaft (je 40 kcal) gegen meine Reizdarmbeschwerden.

Mein Blutdruck und Puls ist wieder ins alte Muster gefallen. Meine Arrhythmie ist wieder da. Blutdruck 113/92, Puls 112, Gewicht 71,2 kg. Nachdem ich Wasser mit etwas Glaubersalz getrunken habe, hat sich das spontan geändert. Blutdruck 105/79, Puls 62. Es kann sein, daß das andere Ursachen hat, die ich nicht durchschaue, höchstwahrscheinlich psychosomatischer Art. Aber das Glaubersalz ist ins Blickfeld geraten, es kann sein, daß es positiv auf meinen Reizdarm wirkt. Mein Reizdarm ist schulmedizinisch-diagnostisch nicht abgeklärt, ich schließe aber darauf, weil ich phasenweise fast wasserklaren Schleim ausscheide. Das auch jetzt am 22. Tag noch. Stuhlgang in üblicher Art habe ich seit Tagen nicht mehr.
Was mir heute Nacht und aiuch jetzt am Morgen auffällt, ist eine enorme Trockenheit in Mund und Rachen. Vielleicht eine Wirkung des Schlucks Aroniasaftes, den ich gestern Abend zu mir nahm. Ich werde auch das im Auge behalten.

Da sich mein Gewicht gehalten hat, habe ich heute entschieden, daß ich den Prozeß der Nahrungslosigkeit noch weiter fortsetze. Ich werde Null Kalorien zu mir nehmen, Es ist eine sozusagen einmalige Chance, das zu erforschen, zumal ich nun schon die Anfangsleistung erbracht haben. Ich denke aber nicht, daß ich sehr lange nahrungslos leben werde oder daß dies überhaupt mein Ziel und meine Aufgabe sei. Dazu habe ich viel zu viel Verlangen nach Essen. (Habe auch diesmal, wie schon bei den ersten beiden 21-Tage Lichtnahrungsprozessen 2005 und 2006, begonnen ein paar Delikatessen "für danach" einzukaufen.

Mein Befinden:
Seelisch-psychisch geht es mir gut. Ich habe keinerlei Depressionen. Körperlich laufe ich sozusagen auf Sparflamme, bemerke beim Treppensteigen, daß Energie fehlt. Ich bewege mich auch weniger. Da mein Gewicht sich hält, denke ich nicht, daß eine gesundheitliche Gefährdung gegeben ist.

Spirituell:
Meine Erkenntnisse über das ganze Thema sind anderer Art, als ich zuvor dachte. In erster Linie liegt die klare Einsicht darüber vor, daß der Lichtnahrungsprozeß "immer eine Aktion des Egos" ist und niemals von der Seele als Aufgabe gestellt wird. (es wird auch einige seltene Ausnahmen geben) Somit läuft alles auf etwas hinaus, daß sich nach menschlicher Wertung nur als Selbstbetrug bezeichnen läßt. (Für die Seele gibt es solche "Wertungen" nicht, für sie ist alles gleichermaßen "wertvolle Erfahrung aller Aspekte des Menschseins".)
Die Wenigen, deren von der Seele gestellte Aufgabe es ist, Nahrungslosigkeit auf Dauer oder  für längere Zeit zu erfahren, werden nicht von einer Laune des Zeitgeistes dorthin geführt, so wie es die Buch- und Medien-Publikation des Lichtnahrungsprozesses derzeit ist. Es gab dieses "Phänomen" schließlich schon lange vor Fernsehen, Film und Internet. Ja sogar schon vor der Buchdruckkunst. In China ist es als  "BiGu" seit Jahrtausenden bekannt. Daß dieses "momentan" sozusagen für einen Sekundenstrich auf der Skala der menschlichen Evolution zu einem Mittelpunkt des Esoterischen wurde, ist nichts anderes, als eine Art Modetrend. Man findet es in esoterisch-spirituellen Kreisen "schick". 
Es wird aber so sein, daß die wenigen, die von der Seele ausersehen sind, davon eher nichts wissen und nicht durch diesen Modetrend dorthin geführt werden. Sie werden einfach damit konfrontiert, daß sie kein Verlangen nach Essen mehr haben. Und wenn sie dem irgendwann nachgeben und feststellen, daß sie gar nichts mehr essen brauchen, werden sie davon nicht sonderlich begeistert sein, sondern es eher unangenehm oder peinlich finden und es nicht herumposaunen. Sie werden werden vielleicht sogar denken, es sei ein Makel, nicht wie alle anderen essen zu müssen, solange sie in menschlicher Gemeinschaft leben. Eine außerordentlich hohe spirituelle Entwicklung ist dazu nicht erforderlich. Es ist auch kein Zeichen dafür. Es ist nichts anderes, als eine Erfahrung, die nur wenige machen. Es ist keine "besondere Leistung". Diese Menschen werden auch niemals einen Austausch im Internet suchen oder gar ein Buch schreiben. Sie werden einfach damit leben und ihre Seele profitiert von den Erfahrungen, so wie sie von den Erfahrungen eines jeden profitiert, sei er König oder Bettler, sei er erfolgreicher Staatsmann oder Manager oder Zeitungsausträger oder Putzfrau. Für die Seele gibt es da keinen Unterschied. Nach meiner Sicht sind die, die am Existenzminimum leben, die wahren Helden. Sie haben sich eine große Last auferlegt.

Ich esse bis aufs Weitere nichts.

23.02.2015, 23. Tag
Heute ist der 5. Tag in Folge  nur mit Wasser ohne Kalorien. (mit Ausnahme an 2 Tagen je 1 x 40 kcal Aroniasaft)
Ich fühle mich müde und körperlich sehr schlapp. Ansonsten bin ich psychisch stabil und kann auch meiner Arbeit am Computer gut nachgehen. Arbeite nach wie vor täglich 10 bis 12 Stunden. Blutdruck heute Morgen 108/77, Puls 68, Gewicht 70,55 kg. Blutdruck und Pusl sind allerdings im Schlaf erheblich höher, das war schon zuvor so.
Meine spirituellen Erkenntnisse kommen unentwegt, ich profitiere sehr davon, aber sie kommen nicht auf spektakuläre Weise. Keinerlei Höhenflüge oder Euphorien, auch keine Halluzinationen. Im Wesentlichen sagen mir meine Inneren Stimmen, daß der Lichtnahrungsprozeß - wie er heute von der Esoterikwelle vermartet und publiziert wird - ohne Beteiligung des Egos nicht möglich sei, und darum ist das Ego "immer" daran beteiligt, allein auch deshalb, weil es diese Möglichkeit für das Ego gibt. Und das Ego läßt niemals eine Chance aus. Unterschiede gibt es lediglich im individuellen Grad der Intensivität. So die "Logik" der Seelenwelt, die immer einen Ausschnitt aus einer fundamentale Wahrheit wiedergibt, während unsere menschliche Logik von Hoffnungen, Wünschen und Ängsten getrübt sein kann . Mein Interesse an der Fortsetzung ist im Gegensatz zu den Versuchen 2005 und 2006 relativ gering, ich mache es, wie auch bei dem 2. Versuch in 2006, vom Gewicht abhängig. 68 Kilo ist das gesetzte Limit. Damals waren mein unteres Limit 64 Kilo und bei 64,7 Kilo am 35. Tag habe ich abgebrochen, weil es täglich weiter runter ging und ein Ende nicht abzusehen war. Allerdings habe ich damals immer sehr gehofft, daß mein Gewicht sich halten wird, was sich dann nicht erfüllt hat und zum Abbruch führte
Heute sehe ich das als ein Wunsch des Egos. Heute hotte ich fast, daß es mit dem Gewicht runter geht, damit ich das bald abbrechen kann. Mein Wunsch nach Essen ist ungebrochen stark. Aber ich halte durch, um die Gewißheit zu erlangen, daß ich ohne Nahrung leben könnte. Dies ist eine einmalige Chance der Erfahrung und ich brauche sie dann später nicht mehr machen. Damit leiste ich meiner Gesamtentwicklung einen Dienst auch im Sinne der Seele, denke ich. Die Seele läßt ihr Menschenkind nicht nur Erfahrungen machen, die seinem Körper dienlich sind. So sind auch alle Krankheiten und Leiden wichtige Erfahrungen der Seelen, Vieles davon ist bereits vorgeplant.

24.02.2015, 24. Tag
Heute ist der 24. Tag und der 6. Tag in Folge, ohne jegliche Kalorienaufnahme, nur Wasser mit etwas Salz oder Mineralwasser. Ich fühle mich gerädert. Wie jemand, der einen Gewaltmarsch oder Marathonlauf hinter sich hat. Dieser Zustand hält nun schon mehrere Tage an, betrifft aber nur das Körperliche. Geistig-psychisch fühle ich mich stabil und kann meine gewohnten Arbeiten am Computer wie zuvor machen.
Was die Fortsetzung der "Nahrungslosigkeit" betriff, so denke ich, daß es sich schon erwiesen hast, daß ich so leben oder überleben kann, daß ich dies noch einige Tage fortsetzen sollte. Ich messe täglich mehrmals Blutdruck und Puls. Heute Morgen Blutdruck 104/77, Puls 66, Gewicht wie gestern 70,6 kg.

Mein Blutdruck und Puls hatten sich anfangs sehr gebessert, dann aber nach der Aktion "Koffein" (Grüner Tee, Schwarzer Tee u. Kaffee) Mitte der 21 Tage wieder auf den alten Stand der "absoluten Arrhythmie" eingestellt. Es wird nun wieder besser. Ich nehme seit gestern täglich 3 x 5 Tropfen Strophantin ein. Sonst nehme ich keine Medikamente mehr ein, auch nicht die ärztlich verordneten. Ansonsten kann ich sagen, daß die alten Beschwerden kommen und gehen. Aber zuvor waren sie immer präsent. Was nun gänzlich weg ist, sind meine nächtlichen Wadenkrämpfe und überhaupt die latente Krampfbereitschaft aller Muskeln, vor allem aber in den Beinen.

Erkenntnis; Ich habe den "Inneren Haushalter", den "Kontenführer" oder "Buchhalter und Bilanzier" entdeckt oder wiederentdeckt. Ich hatte schon oft das Gefühl, daß im Inneren ständig Bilanz gezogen wird und vor allem jetzt in dieser Situation bemerke ich, daß vor jeder größeren Bewegung etwas im Inneren prüft, ob es nötig sei oder verzichtbar. Diese Innere Instanz rechnet fortwährend und kalkuliert auch die Erfolgsaussichten. Sie löst mit ihrem Urteil ebenso Hoffnung, wie auch Aussichtslosigkeit und Depression aus.

25.02.2015, 25. Tag
Heute ist der 7. Tag in Folge, ohne Kalorienaufnahme, nur Wasser. Und gestern habe ich einen Tee aus Pfefferminze und Brennessel zur Entwässerung getrunken, weil ich Abends mehrfach deutliche Wasseransammlungen in den Füßen hatte. Das Strophantin (3 x 5 Tropfen), das ich gestern einnahm, führte anscheinend zu besonderer Herzunruhe. Das werde ich nicht mehr einnehmen. Mein Blutdruck heute Morgen war 122/77, Puls 69, Gewicht 69,95 kg.  Somit bin ich erstmals unter 70 kg. Das kann ich auf den Brennesseltee von gestern zurückführen, wenn ich möchte. Es ist auf jeden Fall ein Gewichtsverlust und wenn sich dieser fortsetzt, werden ich beim gesetzten Limit von 68 kg abbrechen.

Mein körperliches Befinden ist in den letzten Tagen unverändert geblieben. Jegliche körperliche Anstrengung führt zum Vielfachen des gewohnten  Belastungsgefühls. An schweres körperlich Arbeiten ist überhaupt nicht zu denken. Ich denke, das ist auch eine Sache des Alters. Ich bin ein alter Mann und das Altern schafft die körperlichen Veränderungen, die mir jetzt besondere Beschwerden bei der Nahrungslosigkeit machen. Darüber hinaus habe habe ich die nachgewiesene absolute Arrhythmie (betrifft statistisch 15 Prozent meiner Altersgruppe) und die nicht abgeklärte Glutenunverträglichkeit (Zöliaki). Die Absonderung des dafür typischen wasserklaren Schleims ist für mich ausreichendes Symptom, während ich sonst keinen Stuhlgang mehr habe. An diesen körperlich gegebenen Tatsachen wird auch die Nahrungslosigkeit nichts ändern.

Gestern hatte ich noch darüber berichtet, daß ich keine nächtlichen  Krämpfe mehr in den Beinen (vornehmlich Waden und Füße) habe und heute Nacht hatte ich prompt wieder einen. Ich denke, da steht sehr viel Psychosomatik hinter. 
Ich ziehe in Erwägung, mal zwischendurch eine Tasse Kakao zu trinken, um die Wirkung zu testen. 1 Teelöffel hat 10 Gramm und 15 kcal, das wäre gegenüber dem Anspruch "nahrungslos" vertretbar. Und wegen meinem Reizdarm, der immer noch aktiv ist, werde ich mal "Brottrunk von Kanne" probieren.  (6 kcal/100 ml) Ansonsten werde ich weiterhin nichts essen und keine Kalorien zu mir nehmen.

Mein körperliches Befinden ist heute wesentlich besser, als in den letzten Tagen. Psychisch-seelisch geht es mir sowieso gut. Das war vorher ganz anders.

26.02.2015, 26. Tag
Heute ist der 26. Tag ohne Essen. Nachdem ich anfangs noch gesüßten Tee, Frucht und Gemüsesäfte mit wenigen Kalorien zu mir nahm, ist dies nun der 8. Tag in Folge, an dem ich keinerlei Kalorien zu mir nehme. Ich trinke nur Wasser.

Mein Befinden ist unverändert. Jegliche Erinnerung an meine zeitweisen Depressionen ist fort, als hätte es sie nie gegeben. Körperlich bin ich schlapp und kraftlos, spüre jeden Schritt und mein Gang ist wackelig. Ich empfinde das aber nicht als bedrohlich. Kann wie immer 10 bist 12 Stunden meine gewohnte Arbeit am Computer machen. Bin sogar wesentlich erfolgreicher dabei.
Mein Blutdruck hat sich normalisiert. Gelegentlich gibt es noch Attacken. Ich nehme nach wie vor keinerlei der ärztlich verordneten Medikamente. Keine blutdrucksenkenden Tabletten, keine Digitalis-Tabletten gegen die Herzrhythmusstörungen, keine Tabletten zur Blutverdünnung, keine Schilddrüsen-Tabletten. Mein Blutdruck heute Morgen 112/79, Puls 74, Gewicht exakt 70,0 kg. Ich muß ehrlich eingestehen, daß ich insgeheim schon gewünscht hatte, daß mein Gewicht nur deutlich abfällt, um wieder essen zu können. Aber es scheint sich zu halten.

27.02.2015, 27. Tag
Heute ist der 27. Tag ohne Essen und der 9. Tag ohne jegliche Kalorien. Mein Zustand ist unverändert. Ich fühle mich insgesamt etwas müde heute, hatte  auch nur 6 Stunden Schlaf. Fühle mich aber seelisch-psychisch nicht schlecht. Aber jeder Schritt und jede Bewegung ist anstrengender als gewohnt. Mir ist ganz nebenbei aufgefallen, daß mein Tinitus, der mich nicht sonderlich gestört hat, scheinbar schon einige Tage weg ist.
Mein Blutdruck heute Morgen 133/03, Puls 64, Gewicht 69,95 kg. Es verändert sich also nichts.

28.02.2015, 28. Tag
Heute ist der 28. Tag ohne Essen und der 10. Tag ohne Kalorien. Der Zustand ist unverändert. Blutdruck heute Morgen 103/62, Puls 63. Das sind Werte, von denen ich vorher unter ärztlicher Behandlung nur träumen konnte. Es ist sozusagen "eine Wiederherstellung" auf Grund der Abwendung von der Schulmedizin. Allerdings ist der Lichtnahrungsprozeß kein allgemeingültiger Ersatz für ärztliche Behandlung und wird hier ausdrücklich nicht empfohlen.

Ich erfahre im Moment, daß die Seele viele Krankheiten einfach beenden und abstellen kann. Daß sie aber nicht alle Spuren beseitigen kann, die durch Krankheiten im Körper hinterlassen wurden.

01.03.2015, 29. Tag
Heute ist der 29. Tag ohne Essen und der 11. Tag ohne jegliche Kalorienzufuhr, lediglich Wasser nach Belieben. Mein Zustand ist im Wesentlichen unverändert. Es ist eine spürbare Schwäche gegeben, die sehr beeinträchtigt. Auf schwere körperliche Betätigungen muß ich verzichten. Auch auf Spaziergänge. Ansonsten fühle ich mich gut und irgendwie  "auf Werkseinstellungen zurückgesetzt". Vieles von dem, was ich mir im Laufe der Jahre an psychosomatischen Beschwerden eingesammelt habe, scheint im Moment verschwunden zu sein. Stelle gerade fest, daß auch der ständige Harndrang (schon bei geringen Mengen) weg ist. Ich schlafe nun sogar durch, während ich früher bis zu 5 Mal Nachts auf die Toilette mußte. Allerdings brauche ich nun auch nur 6 Stunden Schlaf. Doch die Müdigkeit meldet sich Abends nach wie vor ziemlich vehement. Meine Herzbeschwerden, meine "Absolute Arrhythmie" scheint ebenfalls weg zu sein. Es ist ein wundervolles Gefühl, die alte Herzruhe wieder zu verspüren. Seit gestern scheint auch der Reizdarm sich beruhigt zu haben, ich habe nicht mehr die Ausscheidung des typischen klaren Schleims. Habe nun anscheinend gar keine Ausscheidungen mehr. Der Urin ist von üblicher Färbung, nicht dunkel. Mein Blutdruck heute Morgen war 114/98, Puls 71, Gewicht 69,35 kg.

Mein Verlangen nach Essen ist groß. Gestern war ich auf einem Gruppentreffen und war in der Pause dabei, als die Teilnehmer sich am reichhaltigen Büffet bedienten. Es war köstlich anzusehen und leidvoll zugleich. Mit An- und Rückfahrt waren es 9 Stunden, ich habe keinerlei Schwierigkeiten damit gehabt.

Da sich mein Gewicht anscheinend hält, kann ich den Versuch nach meinen selbst erstellten Bedingungen nicht abbrechen, sondern muß ihn fortführen, bis ich "Gewißheit" darüber verspüre, daß ich tatsächlich dauerhaft oder längere Zeit ohne Nahrung leben kann. Die bisherigen 10 Tage reichen mir nicht. Am liebsten wären mir 50 Tage oder 100. Aber mir graut davor. Ich denke nicht, daß ich soweit gehen werde. Und ich glaube, das muß ich auch nicht. Die Seele wird mir sagen, wenn es genug ist. Ich bin dankbar dafür, daß ich diese außerordentliche Erfahrung in dieser einen Inkarnation machen darf. Ic muß sie dafür auch in kommenden Erfahrungen nicht noch einmal machen. Die eigentliche Erfahrung aber ist die, daß dieser Prozeß nicht ein Mittel des spirituellen Aufstieges ist, wie es das Ego sieht. Er ist auch nicht für jeden notwendig und ebenso nicht für jeden machbar. Er "erhöht nicht" die spirituelle Position, er stellt lediglich eine ungewöhnliche und individuelle Erfahrung dar. Er "bereichert" somit die persönliche Palette der menschlichen Erfahrungen. Das Wesentliche aber ist "die daraus gegebene neue Sicht auf das Weltbild". Es wirft den gewohnten Anspruch auf eine Absolutheit der wissenschaftlich untermauerte Realität vollständig über den Haufen. Es erklärt den zwingenden Anspruch der Schulmedizin als nicht umfassend gegeben. Die Wissenschaft und Schulmedizin wissen von diesem Phänomen, ignorieren es aber. Wer sich heute bei einem Arzt als nahrungsloser outet, läuft große Gefahr, umgehen zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen zu werden. Es mangelt an einer Anerkennung außerordentlicher Dinge, die unerklärbar sind und bleiben. Erst wenn die Wissenschaft und Schulmedizin sich dazu bekennen und auch die Nahrungslosigkeit als Ganzes unerklärbar aber möglich anerkennen, habe sie im Sinner der Wahrhaftigkeit das Beste getan. Sie werden es eines Tages tun müssen.

Solange die Wissenschaft ignoriert, daß es dieses Phänomen in China unter dem Begriff "BiGu" seit Jahrtausenden gibt und daß es dort auch heute noch als Mittel der Medizin praktiziert wird, ist und bleibt sie nichts anderes, als ein zwar erfolgreicher, aber dennoch intoleranter und kurzsichtiger Haufen von ehrgeizigen Geistern, die nicht gewillt sind, über ihren Tellerrand zu schauen, weil alles andere dort sich ihrer kleingeistigen Macht entziehen würden. Die Vorstellung, daß sie selbst nicht im Zentrum "der Macht des Wissens" stehen würden, ist für sie so schrecklich, daß sie alles jenseits dieser Grenzen leugnen müssen. Dabei stammen alle neuen Erkenntnisse, die der Wissenschaft zufließen, ausschließlich von dort, "von Jenseits dieses Wissens".

02.03.2015, 30. Tag
Heute ist der 30. Tag ohne Essen und der 12. Tag in Folge, nur mit Wasser, während ich bis zum 18. Tag noch Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Tee und Kaffee zu mir genommen habe. Die Tabelle unten enthält meine Aufzeichnungen darüber. Ich denke, ohne solche Aufzeichnungen gerät in der Erinnerung einiges durcheinander und daher rühren auch viele falsche Berichte. Nicht von einer Lüge, sondern von einer mangelnden Erinnerung und daraus resultierenden Selbsttäuschung.

Mein Gewicht, von dem ich die Fortsetzung abhängig mache, hält sich. Einerseits war es das, was ich mir wünschte, so komme ich zu einer abschließenden Gewißheit darüber, andererseits bedaure ich es, denn es fehlt mir der Grund, es abzubrechen und endlich wieder zu essen. Meine Gier nach Essen ist ständig gewachsen. Ich fühle mich, wie auf einer einsamen Expedition durch schwierigstes Gelände, in der ich nicht einfach aufgeben und mich abholen lassen kann. Wenn ich das Ziel erreichen will, muß ich die Strapazen ertragen. Und ich will es. Ich will Gewißheit erlangen.
I
Ich kann nun schon sagen, daß ich von einer Kraft, die von außen und nicht von den biologischen Prozessen der Ernährung stammt, am Leben erhalten werde. Nicht gerade üppig, aber ausreichend. Anders ist die Tatsache nicht zu erklären, daß sich mein Gewicht hält. (gewogen jeweils Morgens nach dem Aufstehen und nach dem Gang zur Toilette)

Meine Seele sagt mir, es sei gut und sie sei damit zufrieden.

Gestern hat sich mein Reizdarm wieder auf den alten Stand eingestellt, ich scheide wieder den für Zöliakie typischen klaren Schleim ab. Die Seele oder meine inneren Stimmen, das Höhere Selbst, wie immer man es nennen mag, sagt dazu, wie schon zuvor, daß sie Krankheiten beenden kann, wenn der damit verbundene Lernprozeß abgeschlossen ist, daß sie aber nicht alle Spuren beseitigen kann, die dieses im Körper hinterlassen hat. Und daß auch die folgenden Erfahrungen noch außerordentlich wichtig seien. Es geht der Seele darum alle Erfahrungen des Menschseins zu machen. Auch solche, die für uns, den Menschen, in dessen Rolle sich die Seele für das Experiment einer jeden Inkarnation aufs neue begibt, schmerzlich seien. Und das wir als Mensch nicht zuvor von allem wissen dürfen, sonst würden wir vielem ausweichen, was so wichtig für unseren Weg der Seele ist.

Mein körperliche Verfassung ist in den letzten beiden Tagen etwas besser geworden. Heute allerdings fühle ich mich körperlich schwächer als zuvor. Mein Gang und Stand ist wackelig und unsicher. Es fehlt an Energie in den Muskeln. Ich denke, im Bett liegend könnte ich das noch lange durchstehen. Aber da ich jeden Tag aktiv am Computer arbeite und auch mobil sein muß, ist der Zustand sehr belastend. Und er bringt offensichtlich auch keine neuen Erkenntnisse mehr. Morgen werde ich darüber entscheiden, ob das Experiment noch weiter fortsetze. Wenn sich mein Befinden gegenüber heute nicht verbessert, beende ich es. Ich denke, des ist kein Abbruch und schon gar kein Versagen. Ich habe dann die Möglichkeiten genutzt und bin zu einer sachlichen Bewertung gekommen. Das sollte mir genügen.

03.03.2015, 31. Tag
Heute ist der 31. Tag ohne Essen und der 13. Tag nur mit reinem Wasser und sonst nichts. Ich fühle mich seelisch-psychisch, so wie die ganze Zeit über, stabil, was zuvor selten der Fall war. Da ich nun nichts esse und mein Darm weiterhin die für Zöliakie typische Schleimausscheidung produziert, wird für mich immer deutlicher, daß alle Stimmungsschwankungen und depressiven Phasen, die ich auf Nahrungsmittel zurückführte, tatsächlich der Auslöser waren. Und auch sonstige psychosomatische Beschwerden, bis hin zu Bluthochdruck und absoluter Arrhythmie. Der Darm ist die Quelle des psychischen Befindens, wenigstens soweit es den Anteil der körperlichen Einflußnahme betrifft. Die seelischen Faktoren spielen nach wie vor mit hinein oder können auch ursächlich stärker sein. Ich werde anscheinen meine Reizdarm nicht mehr los und werde damit leben müssen und können. Der Umstand, daß es nun so klar für mich "sichtbar" ist, hilft mir sehr.

Ich wollte heute darüber entscheiden, ob ich das Experiment beende oder fortsetze. Ich werde das im Laufe des Vormittags tun. Mein Blutdruck heute Morgen ist auffällig niedrig, was mich aber nicht stört. 96/65, Puls 62. Kontrollmessung direkt darauf 113/79, Puls 54. Das Gewicht hält sich. 69,35 kg.
IIch bin sehr zufrieden damit, daß meine absolute Arrhythmie und mein Bluthochdruck wieder weg ist. Weiterhin bemerke ich nun, daß ein rätselhaftes, gelegentliches aber sehr starkes "Ameisenkribbeln" im rechten Arm seit Tagen nicht mehr aufgetreten ist.

Ich kann aus all dem keine Theorie "gegen das Essen" entwickeln und tue das auch nicht. Das Essen ist ein natürlicher Akt und dieses hier ist ein außerordentliches Experiment der Seele oder ein besonderer Weg, den vor mir schon viele gegangen sind. Für mich ist es KEIN dauerhafter Weg, ich werde wieder essen, wenn ich Gewißheit darüber habe, daß ich auch diesen Weg weitergehen könnte.

* * *

10:00 Uhr
Habe mich für das Beenden des Experimentes entschieden, obwohl noch andere Teile meines Inneren zur Fortsetzung bereit wären. Entscheidend war letztlich ein Blick in den Spiegel. Ich sehe nicht gut aus. Und das Treppensteigen in den 1. Stock ist schon sehr ermüdend.

Heute ist also "the day after".
Ich gehe jetzt noch raus, meine Erledigungen bei Bank und Post zu machen und werde nach der Rückkehr wieder etwas essen. Zuerst eine Scheibe von meinen glutenfreien Zwiebelbrot, mit Butter und Kaviar. Darauf freue ich mich schon die ganze Zeit des Fastens. 

* * *

Ich habe auch schon, wie zuvor 2005 und 2006 auch, Vorsorge getroffen, für "the day after".

05.03.2015 Nachtrag
Über den Verlauf der letzten 2 Tage "danach" möchte ich nicht viel reden, es hat mit "Gier und Fressen" zu tun. Außer, daß ich gestern Abend 1 halbe Stunde mit einer Verstopfung gekämpft habe und vor dem Schlafengehen wasserdicke Beine wie noch nie im Leben hatte. Und Ich stelle mit Erstaunen fest, daß ich gestern keinerlei Aufzeichnungen gemacht habe,  weiß aber, daß ich sehr früh aufstand (gegen 4 Uhr) und sehr lange gearbeitet  und dann noch Fernsehen geschaut habe, bis nach Mitternacht und daß der Blutdruck gestern Morgen nach dem frühen Aufstehen sehr  niedrig war, 84/64, Puls 67 und das Gewicht 71,8 kg betrug. Heute Morgen habe ich einen Blutdruck von 111/67, Puls 80, Gewicht 73,55 kg.

Ich habe beschlossen, nun vorerst möglichst oft zu einem bekannten und für mich bewährten Rhythmus überzugehen. Ich werde tagsüber nichts essen, sondern nur einmal täglich gegen 17 Uhr die Hauptmahlzeit einnehmen. Danach möglichst nichts mehr. Das hat mir früher schon immer gut getan. Und ich möchte meine Ernährung etwas umstellen. Weniger Fleisch, vielleicht Tofu teilweise als Ersatz. Ich hoffe, ich habe die Kraft dazu, das umzusetzen. Ich stelle aber in den letzten Jahren immer wieder fest, daß Planen und Denken auf anderen Wegen wandeln, als das Handeln.

Hier werde ich noch später meine tiefergehenden Erkenntnisse über dieses Experiment festhalten, sofern solche noch kommen. Es stellt für mich eine Art "unverlierbares Notizbuch" dar und das öffentlich machen, fördert dabei das (selbst-) kritische Analysieren und Darstellen sehr.

12.03.2015 Nachtrag
Seit dem Abbruch haben sich aus meiner Sicht dramatisch-beunruhigende Körperreaktionen ergeben. Darüber jetzt zu schreiben, fällt mir schwer und ich möchte das erst überwinden oder sicher sein, daß es leider Dauerzustand wird. Damit verbunden ist eine große Aufarbeitung alter Themen, vor allem die Bereitschaft der Hingabe "an höhere Glaubenssätze der Spiritualität". Aber auch die "Gier nach Essen", die eigentlich immer als Problem gesehen wurde und es wohl auch war. Sie ist nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Es hat sich zwar nichts von allem, was mich während "des Prozesses" leitete, als unwahr erwiesen, aber es hat mir nun doch gezeigt, daß es noch eine andere, "körperliche Existenz" mit eigenen Gesetzen und Reaktionen gibt. Auch das sind Erfahrungen, die ich wohl auf Geheiß der Seele machen soll. Ich denke, daß ich in einigen Wochen mehr weiß. Bestimmt mehr, als ich ahnte und vielleicht auch als ich es mir wünschte und erhoffte.

* * *

       01.05.2015 Abschlußbericht

Es sind nun 2 Monate vergangen und es ist ein guter Zeitpunkt, einen Abschluß zu schreiben. Die Webseite hatte vor etwa 10 Jahren den Ursprung, daß ich einst (2005 u. 2006)  den Erfahrungsaustausch suchte, denn man las in Internet-Foren immer nur von denen, die gerade diese Sache planten oder sich informierten und bestenfalls vorbereiteten. Über das "Danach" gab es keine Berichte, außer denen, die schon von Weitem nach Unwahrheit und Lüge rochen. Das verstehe ich nun sehr gut. Wer schreibt schon gern über seine Mißerfolge?

Aktuell zu diesem erneuten und nun dritten Versuch, eine längere Zeit ohne Nahrung und ohne Gewichtsverlust zu leben:
Was mir zunächst Sorgen bereitete, war der allgemeine Zustand von Kraftlosigkeit. Das kannte ich von den vorherigen Versuchen 2005 und 2006 nicht. Damals ging allerdings das Gewicht immer weiter runter, bis auf 64 Kilo, bei dem ich zuvor ein Limit gesetzt hatte und dann abbrach. Diesmal jedoch war das anders. Das Gewicht blieb bei etwas über 69 Kilo, auch die ganzen letzten 13 der insgesamt 30 Tage, der Zeit, in der ich nur noch Wasser trank und keine Frucht- oder Gemüsesäfte oder sonstiges mehr. (auch keinen Tee und Kaffe)

Das Hauptproblem kam dann in Form von Wasseransammlungen direkt nach der Wiederaufnahme von Nahrung. Also genau so, wie die von mir wenig geschätzte Schulmedizin das generell vorhersagt.

Im Detail: Ich beendete den "Prozeß" am 03.03.2015 mit 69,35 kg.
Am nächsten Tag hatte ich bereits 71,8 kg. Am 2. Tag nach Abbruch bereits 73,55 kg. Am 3. Tag 75,5 kg und einen Tag später 76,25 kg. Bis zum 10.3., also 7 Tage nach Abbruch der Nahrungslosigkeit hatte ich 77,35 Kilo. Das waren über 8 Kilo in 7 Tagen. Wasser in den Beinen, hauptsächlich die Unterschenkel, aber auch der Unterbauch waren sichtlich angeschwollen. Und das war der Zeitpunkt, wo ich dann notgedrungen zum Arzt mußte und mir Entwässerungstabletten verschreiben ließ. Dann änderte es sich mit der Einnahme von täglich einer Tablette (Torasemid AL 20mg) wieder ebenso  rasant.  Nach 4 Tagen war ich von 77,35 runter auf 73,6 Kilo. Das Gewicht hielt sich dann relativ konstant um die 74 Kilo.  Seit dem Abbruch der Nahrungslosigkeit esse ich viel. Sehr viel sogar. Neben der reichlichen Hauptmahlzeit täglich  nebenbei noch 400 Gram Emmentaler und ebenso viel Brot dazu. Auch das macht mir Sorgen, das ist nicht normal. (einseitig, aber es schmeckt)

Über meine gesundheitlichen Probleme werde ich mich hier nicht weiter äußern. Einige sind seit dem Lichtnahrungsprozeß und somit der vorübergehenden Nahrungslosigkeit gänzlich verschwunden. Manches kehrte langsam in Schüben zurück.  Inzwischen bin ich auch in Sachen Kaffee und Kakao wieder rückfällig geworden und habe auch die Quittung schon erhalten. Alles in allem hat sich mein Einfühlungsvermögen in das, was gut oder schlecht für meinen Körper ist, aber doch etwas verbessert.

Die spirituelle Entwicklung...
Die inneren Stimmen, die Seele, das Höhere Selbst oder was auch immer, sagen mir, daß der Lichtnahrungsprozeß eine reine Sache des Egos sei, allein deshalb, weil die Möglichkeit gegeben ist, daß das Ego sich dessen bedient. Und das Ego läßt nie eine Gelegenheit aus, auch hierbei nicht.  Der Lichtnahrungsprozeß ist für die Entwicklung der Seele weder wertvoll, noch wertlos. Er ist weder zum spirituellen Aufstieg nötig, noch fördert er ihn.

Aber diese inneren Stimmen sagen noch mehr. Sie sagen: "Diese gewonnenen Erkenntnisse, zeugen von einem spirituellen Aufstieg."

Und hier endet "die Logik der Sache" vollends.

Ende

 

01.01.2016
Nachtrag

Ende nächsten Monat ist nun 1 Jahr vergangen, seit ich den letzten Lichtnahrungsprozeß begann. Mein Körpergewicht hat sich vor einigen Monaten auf etwa 70 kg eingestellt und hält sich relativ konstant. Ich esse recht viel für meine Verhältnisse, mehr als zuvor. Das wirkt sich nicht auf das Körpergewicht aus. Es steigt höchstens mal - wie jetzt an Weihnachten - auf 71 kg, geht aber sofort in ein oder zwei Tagen wieder runter auf 70 kg oder etwas weniger. Das ist sehr angenehm, ich muß nicht mehr auf das Gewicht achten, kann so lange und so viel essen, wie es mir schmeckt. So, wie in jungen Jahren. Eine Erklärung dafür habe ich nicht.

* * *

 

The Day After

 

xxxx

 

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Tabelle ab 16. Tag 

Datum Glas 0,4 L Inhalt Zusatzstoffe Gramm ges.kcal
Glas 0,2 L
16.02.2015 Glas 0,4 Wasser Salz 1 1
Schwarzer u. Hagebutten-Tee Zucker 18g 72
Zentramin Sprint 25ml 21
Glas 0,4 Gemüsesaft (18kcal/100ml) 72
1 Tasse Kaffee schwarz 1
Glas 0,4 Tomatensaft (18kcal/100ml) 72
1 Tasse Kaffee schwarz 1
Zentramin Sprint 25ml 21
gesamt 260
17.02.2015 21
Glas 0,4 Wasser Salz  1
Pfefferminz- u. Hagebutten-Tee Honig 50g 150
Glas 0,4 Gemüsesaft (18kcal/100ml) 72
1 Tasse Kaffee schwarz 1
Glas 0,4 Gemüsesaft (18kcal/100ml) 72
Zentramin Sprint 25ml 21
gesamt 338 kcal
18.02.2015 Zentramin Sprint 25ml 21
Glas 0,4 ARONIA-Saft 108
1 Tasse Kaffee schwarz 1
Glas 0,4 Tomatensaft (18kcal/100ml) 72
Pfefferminz- u. Hagebutten-Tee Zucker 18g 72
gesamt 274 kcal
19.02.2015 Glas 0,4 Wasser 0
Glas 0,4 Wasser 0
Glas 0,4 Wasser 0
Glas 0,4 Wasser 0
Glas 0,4 Wasser 0
gesamt 0 kcal
20.02.2015 Glas 0,4 Wasser 0
Glas 0,4 Wasser 0
Flasche Mineralwasser 0
1 Aroniasaft 40
gesamt 40 kcal
21.02.2015 Glas 0,4 Wasser 0
Mineralwasser 0
Aroniasaft 40
gesamt 40 kcal
22.02.2015 nur Wasser gesamt 0 kcal
23.02.2015 nur Wasser 0 kcal
24.02.2015 Pfefferminztee ungesüßt 0
Brennesseltee ungesüßt 0
gesamt 0 kcal
25.02.2015 nur Wasser 0 kcal
26.02.2015 nur Wasser 0 kcal
27.02.2015 nur Wasser 0 kcal
28.02..2015 nur Wasser 0 kcal
01.03.2015 nur Wasser 0 kcal
02.03.2015 nur Wasser 0 kcal

 

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"Licht ist die einzige Nahrung, die der Mensch braucht"

"Jeder kann die Umstellung auf ein Leben ohne feste oder flüssig Nahrung in 3 Wochen vollziehen"

So steht es in Büchern, so wird es in Seminaren und auf Vorträgen behauptet. Hunderttausende sind inzwischen weltweit von dieser Idee erfaßt und fasziniert. Skeptiker warnen. Realisten tun das als Schwachsinn ab. Aber was ist wirklich wahr?

Ein Tatsachenbericht über den Ablauf eines "21-Tage Lichtnahrungsprozesses".

 

 

 

Video auf YouTube

 

Pressebericht 4.05.2010: Prahlad Jani, ein indischer Yogi im Blickfeld der Wissenschaft

http://nachrichten.t-online.de/indien-fastender-wunder-yogi-wird-untersucht-/id_41528006/index

 

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