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Der 12. Tag
22.09.2005

00:30 Uhr
Wach geworden mit nervlicher Unruhe und Überreizung.
Durst. Nachts trinke ich wenig, höchstens einen Schluck Mineralwasser. Das genügt mir auch.

Im weiteren Verlauf ca. jede Stunde raus auf die Toilette zum Wasserlassen. Am Morgen hatte ich 2,4 kg weniger als am Abend. Wenn ich angenommen. 0,5 Liter durch Transpiration und Atmung verdunstet habe, bleiben ca. 2 Liter Urin.

07:19 Uhr
Blutdruck 105/83, Puls 90
Gewicht 70,3 kg

08:00 Uhr
Bei meinem Hausarzt gewesen, nur um mich mal vorzustellen. Er hat Blutdruck gemessen, Herz und Lunge abgehört und mich über die Risiken des Fastens belehrt. Weiterhin Blutentnahme für großes Blutbild. Für nächste Woche haben wir einen weiteren Termin zur genaueren Untersuchung vereinbart.
Wir haben nicht über den Lichtnahrungsprozess gesprochen, er weiß aber vom letzten Gespräch vor etwa 4 Wochen davon. Wie weit er darüber im Detail informiert ist, weiß ich nicht. Aus ärztlicher Sicht steht er dem nicht positiv gegenüber, das ist verständlich. Er macht auf die Risiken aufmerksam und überlässt es meiner Verantwortung. Damit bin ich auch zufrieden.

Nach diesem Gespräch mit meinem Hausarzt habe ich deutlich - wie eigentlich mein Leben lang schon - "andere Bilder" im Kopf. Es sind die kritischen Ansichten eines Anderen. So funktioniert es immer zwischenmenschlich. Diese Bilder wären geeignet, mich zweifeln zu lassen, wenn ich nicht so fest von der Sache überzeugt wäre. Ich verstehe nun, dass man diese Zeit des Prozesses mit sich allein verbringen soll, bzw. mit Helfern, die selbst auf die Sache eingestimmt sind.
Der Entscheidungsprozess muss "vorher" erfolgen und kann nicht jetzt, während der Schwächung, fortgesetzt werden.

Körperlich fühle ich mich heute nicht schlechter oder besser als gestern. In manchen Dingen weit besser als vor dem Prozess. Aber die Energie fehlt noch und die Augen lassen etwas nach, gehen mehr auf Weitsichtigkeit. Ich habe Probleme mit der Nahsicht. Es ist aber heute besser als gestern Abend. Vermutlich hängt das mit der generellen Erschöpfung zusammen, von der ich eigentlich nur wenig spüre.
Ich würde es folgendermaßen zusammenfassen: "Es sind ein wenig schlechte Tage einer besseren Zeit", während es vor dem Prozess "die besseren Tage einer schlechteren Zeit" waren. Und der Lichtnahrungsprozess ist kein Jungbrunnen.

09:00 Uhr war ich kurz mit dem Auto etwas Einkaufen, neue Säfte. Obwohl die Vorräte reichen werden. Ich wollte mal was anderes, Trauben, Grapefruit und schon mal einen Gemüsesaft für den 22. Tag.

12:30 Uhr
Blutdruck 112/86, Puls 66
Das sind die idealen Werte, ich könnte mir nichts besseres wünschen. Diesen niedrigen Ruhepuls hatte ich sonst höchstens unter der Einnahme von Betablockern. Mein Tinnitus ist momentan wieder mal völlig weg.

13:15 Uhr bis 14:15 Uhr geschlafen, dann am PC gesessen und etwas gelesen.

17:30 Uhr
Ein Bad eingelassen und 20 Minuten gebadet. (Zusatz Rosmarin) Danach ins Bett.

18:00 Uhr
Blutdruck 111/79, Puls 71 (sehr gute Werte)

Ich habe in der Anleitung von Jasmuheen gelesen, dass man sich in der 2. Woche vielleicht geistig weit weg fühlt oder leer. Das kann ich betätigen.
Auch von negativen Gedanken wird geschrieben. Ich habe solche Gedanken, hadere mit den Zuständen in Deutschland und sehe den Verfall durch Infiltration und die Ausbeutung durch eine unfähige und rückgratlose Politik, die sich selbst versorgt und dabei alles fahren lässt. Dabei ist das Ganze ein großes Geschehen, dass stattfindet, um die Reibung zu erzeugen, die ich bejammere. Ich habe meine höheren Standpunkte nicht mehr, auf die ich mich immer retten konnte.
Aber wie Jasmuheen schreibt, ist gerade das jetzt in dieser Woche zu erwarten, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

Intellektuell kann ich es klar erkennen, dass ich an der Wende meines Lebens und auch an einer Wende meines übergeordneten Seins stehe. Angesichts der Größe dieses Momentes frage ich mich, wo meine Emotionen sind, geschweige denn "angemessene Emotionen". Wenn da wenigstens ein sentimentales Frösteln wäre, aber es ist wie im Zentrum eines Hurrikans. Es ist still, inmitten von ungeheuren Kräften und Geschehen.

Da meine Augen beim Lesen so schwach geworden sind und vor allem wegen dem "Leber-Ziehen", das bei fast allen Aktivitäten nach einigen Minuten auftritt, mache ich mir wieder Sorgen. Ich hat wieder gedacht, ich müsse ein Channeling machen lassen, um mich beraten zu lassen, entweder von der Mutter-Seele, meiner Seele oder von einer anderen Wesenheit, die dazu bereit ist. Da die Symptome mir zwar bekannt sind, aber nie in solchem Maße auftraten, kann ich daraus ableiten, dass ich mich nie in einem solchen Extremzustand befand und nie so dicht an meinen Grenzen war. Aber meine Seele sagt: "Es ist gut."

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Gewicht morgens (nach der Toilette): 70,3 kg
Stuhlgang morgens: nein
Urin normal

Tagesmenge Trinken gesamt: 6,0 Liter Orangensaft auf 25% verdünnt
(Orangensaft 50% Fruchtgehalt: 1 Teil Saft auf 1 Teil Wasser
oder
Orangensaft 100% Fruchtgehalt: 1 Teil Saft auf 3 Teile Wasser )

Stuhlgang im Laufe des Tages: nein
Urin normal

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