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Der 5. Tag
15.09.2005

00:40 Uhr
Wach geworden, ganz schlimme Rückenschmerzen, höchstens 30 Minuten geschlafen.

01:00 Uhr
Aufgestanden, ein Bad eingelassen (Kneipp Beruhigungsbad Citronellgras) und 15 Minuten gebadet. Dabei keinerlei Rückenschmerzen oder sonstige Beschwerden. Die Rückenschmerzen habe ich nur im Liegen und sie gehen meist gleich weg, sobald ich aufstehe und etwas umhergehe.
Nach dem Bad wieder ins Bett. Mir war kalt, wieder aufgestanden und eine Wärmeflasche gemacht. Danach eingeschlafen.

02:10 Uhr
Wieder wach geworden durch starke Rückenschmerzen. Ich halte es bald nicht mehr aus. Aufgestanden, umhergelaufen, mit kaltem Wasser gegurgelt. Ich bin ziemlich frustriert, was den Ausgang angeht, kann mir nicht vorstellen, dass ich das so durchhalte. Abbrechen kommt aber vorerst nicht in Frage. Erst, wenn der Blutdruck bedenklich steigt und damit Nierenschäden verursachen könnte. Derzeit habe ich regelmäßig Urin, wenn auch wenig. Die Schmerzen muss ich aushalten können und wollen. Abbrechen werde ich auch, wenn ich einen Schwächeanfall bekommen sollte, aber derzeit kann davon keine Rede sein. Ich schaffe nach wie vor meine 40 Liegestütze, ohne dass ich das trainiert hätte. Also hat sich an meinem spontanen Kräftepotential nichts wesentlich verschlechtert. Bei einer Langzeitbelastung würde ich gleich schlapp machen, dass ist mir bewusst. Dass ich nun tagsüber so ein wenig tappelig umhergehe, hat eher die Funktion eines Schon- oder Energiespargangs, den mein Körpersteuersystem nun einlegt.
Ich glaube grundsätzlich unerschütterlich an die Sache des Lichtnahrungsprozesses, nur bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich angesichts meines Alters oder mangelhafter Vorbereitungen oder was auch immer, vielleicht nicht zu den "Erlesenen" gehöre, die das schaffen. Und, wie ich las, haben andere von solch massiven Beschwerden noch nicht berichtet, im Gegenteil. Es scheint so zu sein, dass es auch locker überstanden werden kann, wie ich hier und da las. Vielleicht liegt das daran, dass etliche es zwar auch so drastisch wie ich erlebt haben oder schlimmer und den Prozess dann abbrachen. Dann besteht natürlich auch kein Bedürfnis, das zu veröffentlichen. Zum Veröffentlichen gehört immer die Eitelkeit des Egos, darüber sollte es keinen Zweifel geben.
Und das Ego gibt sich nur in den schönen (oder "geschönten") Taten einer Öffentlichkeit preis und nicht in seinen Niederlagen.

Ich habe irgendwann in der Nacht "mit meiner Seele gesprochen". Das darf man sich nicht wie einen ungewöhnlichen, ergreifenden und irgendwie imposanten Vorgang vorstellen. Nein, für mich ist das seit vielen Jahren oder sogar mein Leben lang der Alltag. Ich rede und diskutiere ständig zeitweise mit meiner Seele, man könnte es auch Meditation nennen, wobei diese nicht im Sitzen, Liegen oder Ruhen verläuft, sondern "nebenbei" zu dem, was ich gerade mache, Wandern, Autofahren, Werkeln, alles, was mechanisch abläuft und nicht meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Und dabei "spreche ich mit meiner Seele".
Es gibt ein deutliches Pendant dazu: "Gespräche mit meinem Ego."

Die Antworten auf beiden Ebenen sind nicht von dem zu unterscheiden, was ich als "meine Gedanken" bezeichnen würde. Es läuft subtil und gesichert ab, ohne jeglichen psychotischen Bezug.
Ich kann die Antworten genügend gut auseinander halten. Bei "meinen eigenen Gedanken" wirkt mein Geist mit. Er ist die Quelle. Das setzt sich analytisch und kausal Stück für Stück zusammen. Es dauert sozusagen "die Zeit, die es braucht". Dann, wenn ich etwas "erschlaffe", übernimmt das Ego spontan das Ruder. Es führt einen wahren Monolog. Es fragt nicht, "es trägt vor". Es will sich wichtig tun, es biedert sich an, es will sich als hilfreich und unentbehrlichen Ratgeber erweisen. Dabei will es aber immer eines erreichen: Aufmerksamkeit und Beachtung, Ehre, Bedeutsamkeit und "Macht". Wenn ich mit anderen Menschen Kontakt habe, ergreift zunächst immer mein Ego das Wort.

Meine Seele hingegen spricht nur mit mir, wenn ich sie anspreche. Dann kommen Gedankenbilder, die sind komplex, ohne Worte. Die Worte, die dann folgen, sind "Übersetzungen" einer geistigen Instanz in mir, einer Unterabteilung meines Geistes, die mir unbewusst ist. Es läuft automatisch ab. Ich erkenne, dass es meine Seele ist, weil die Antworten zwar sprachlich offen, aber dem Inhalt nach nicht korrigierbar und an Klarheit nicht verbesserbar und niemals für mich oder andere schädlich sind. Da gibt es keinen Ehrgeiz, kein Machtstreben, kein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit oder Wichtigkeit. Das stärkste Argument in allem ist "die Liebe zu allem". Selbst die, die man hasst, kann man noch auf dieser Ebene lieben. Selbst den Hass kann man lieben und damit schmilzt er dahin und wo vorher Hass war, ist nun Liebe. Das ist das, was meine große, alten Seele mich lehren will, ich weiß das alles längst, es steht auf verborgenen Schriften "in mir und meinem Herzen", die nur gesucht, gefunden und ausgegraben werden müssen. Darum ist es für mich (und jeden) leicht, eine fundamentale Wahrheit zu erkennen. Ich finde sie und "erkenne sie wieder", weil ich sie seit Ewigkeiten kenne. Bei allen analytisch-wissenschaftlichen Wahrheiten ist das nicht so. Ich weiß, dass "Labor-Wahrheiten" wahr sind, solange ihre Zeit es vorgesehen hat. Irgendwann fallen sie um und weichen neuen Erkenntnissen = Wahrheiten. Manche nach zehn Jahren, andere nach tausend Jahren. Wieder andere in historisch nicht mehr überschaubar langen Zeiträumen.

Ich bin sicher, dass es viele Menschen gibt, die so oder so ähnlich, mit dem gleichen Grad an Bewusstheit oder einem noch viel höheren Grad oder auch völlig unbewusst "mit ihrer Seele reden".

Meine Seele sagte mir auf diese - im Sinne der Psychologie und aus ärztlicher Sicht wohl völlig unbedenkliche Weise - nicht wörtlich aber dem Sinn nach etwa folgendes: "Du bist mein Kind und ich bin das Ganze. Ich könnte dein Leben auslöschen und woanders neu geboren werden lassen, mit einem einzigen Gedanken. Aber ich habe dich lieb und überlasse es dir, alle deine Wege selbst zu finden. Das, was du hier suchst, eine Erweiterung der Realität und des Bewusstseins, kannst du nicht von mir erbitten. Ich kann dir nur behilflich sein und die nötigen Prozesse, die außerhalb deiner Zuständigkeit liegen, einleiten. Aber die Macht über die Wirklichkeit, die Welt zu erschaffen, hast nur du, "weil du es nicht weißt". Das gilt für jeden Menschen.
Du musst dir diese Erweiterung der Realität erschaffen, indem du so sehr davon überzeugt bist, wie es schon der Fall ist, was das Prinzip betrifft. Damit hast du alle Macht in deinen Händen. Du kannst die reale Welt erschaffen und hast sie erschaffen. Das gilt für jeden Menschen. Für das Gelingen deines persönlichen Lichtnahrungsprozesses müsst du dir nur noch die Zweifel beiseite räumen, die sich wie Spinnweben in dem dunklen Kellergebäude deines Unterbewusstseins eingenistet haben. Bitte nicht andere Instanzen darum, dass man deinen Keller aufräumt, tu es selber. Benutze dazu deinen eigenen Geist. Übernehme nicht kritiklos Dogmen anderer Geister. Gehe den Weg deiner Wahrheit."

02:25 Uhr
Urin 95 ml (wie immer etwas dunkel, aber nicht trübe, fast geruchslos)
Blutdruck 119/95, Puls 88, Gewicht 70,6 kg.

Bis 3 Uhr gelesen, dann eingeschlafen.

03:15 Uhr
Wieder wach, wieder Rückenschmerzen. Bin hundemüde. Möchte so gern schlafen.

03:17 Uhr
Ich werde alle paar Minuten wach, entweder mit Rückenschmerzen oder mit nervlicher Unruhe und Ruhelosigkeit, muss mich dann bewegen. Das ging so bis ca. 4:30 Uhr, dann irgendwann doch noch fest eingeschlafen.

07:00 Uhr
Wach geworden. Habe mindestens 2 Stunden gut geschlafen. Fühle mich relativ gut. Hatte beim Wachwerden keine Rückenschmerzen.
Der Blick in den Spiegel sagt mir, dass ich ziemlich schlecht aussehe. Ich hatte so auch schon früher ausgesehen, bei schweren Erkältungen. Jetzt fällt mir auf, dass man auch schlecht aussehen kann, ohne krank zu sein. Denn Dehydrierung allein ist ja keine Krankheit, sondern "nur" ein Zustand.

Ich bemerke auch die ganzen Tage schon, dass meine (noch vorhandenen) Haare ziemlich gut "stehen". Sonst, wenn ich mich tagelang elend fühlte, was in den letzten Jahren nicht selten war, lagen sie stets flach am Kopf. Dies war für mich auch immer eine Bestätigung meines Körpergefühls für "schlechten Zustand" oder für Krankheit. Das ist jetzt anders. Offenbar geht es mir relativ gut. Was ich zu beklagen habe und was ich gefühlsmäßig als schlechtes Befinden einordne, ist die Dehydrierung. Das, und der Umstand, dass ich heute morgen 2 Stunden oder etwas mehr schlafen konnte und dann keine unerträglichen Rückenschmerzen hatte, gibt mir Hoffnung, die 7 Tage zu schaffen. Und außerdem kann ich jetzt vom 5. Tag aus, schon besser auf das Ende der 7 Tage schauen.

Aber keiner, der es nicht schafft, ist schlechter. Und niemand, von denen die es geschafft haben, wäre besser.

Was ich am 3. Tag probiert habe, das von Jasmuheen erwähnte Eiswürfelkauen (und anschließende Ausspucken) und dann das Gurgeln mit kaltem Wasser (ohne etwas davon zu schlucken), ist für mich inzwischen zum wahren Genuss geworden. Gestern habe ich davon schon mehrfach Gebrauch gemacht, weil sich inzwischen ein echtes körperliches Durstgefühl eingestellt hat. Keine direkte Trockenheit, aber ein warm-klebriges Gefühl in Mund und Rachen. Heute Nacht, wo ich ohnehin mindestens alle 30 Minuten mit heftigen Rückenschmerzen wach geworden bin und ohnehin aufstehen und herumlaufen musste, habe ich davon auch mehrfach Gebrauch gemacht. Die Erfrischung hält zwar nur Minuten an, aber sie ist die einzige (über den Mund), die derzeit erlaubt ist. Ich überlege mir, ob ich nicht eine Flasche Mineralwasser und einen "Speieimer" bereitstellen soll, dann kann ich mir "das Vergnügen alle paar Minuten leisten oder so oft ich möchte. Aber, wenn der Durst nicht schlimmer wir, belasse ich es doch lieber beim gelegentlichen Mundausspülen.

Ich habe im Web von jemandem gelesen, der den 7-Tage-Abschnitt auf Grund von Vorbereitungen und Kontakten zu seinem höheren Selbst auf 4 Tage verkürzt hat. Wenn mir mein höheres Selbst, meine Seele, jetzt mitteilen würde, ich wäre auf Grund meiner seelischen Reife oder meines hohen Seelenalters oder was auch immer eher damit fertig geworden und könne jetzt den 7-Tage-Abschnitt vorzeitig abschließen, würde ich fragen, ob ich ihn auch bis zum 7. Tag zu Ende führen darf. Möglicherweise spielt da mein Ego und sein Ehrgeiz mit, aber ich sehe auch etwas wie Opferbereitschaft für höhere Ziele, ohne dass es für andere als mich selbst sichtbar sein müsste.

07:05 Uhr
Urin 125 ml (wie immer etwas dunkel, nicht trübe, fast geruchslos), wieder kein Stuhlgang. Blutdruck 129/87, Puls 87.

10:00 Uhr
Habe mich eben dabei ertappt, dass ich "ganz normal" in die Toilette pinkeln wollte, statt in "den hoheitlichen Messbecher". Konnte es gerade noch abwenden. :-)

10:15 Uhr
Habe 40 Liegestütze gemacht, hätte noch ein paar dranhängen können. Von daher keine Alarmsignale. Meine Kraft ist auch durch die zweifellos gegebenen Dehydrierung nicht erschöpft. Auch, wenn ich mich so fühle.

10:50 Uhr
Ich stelle eine gewisse "Müdigkeit der Augen" fest. Gestern Abend schon. Die Augen verfallen hin und wieder ins Schielen. Sehkrafteinschränkung kann ich nicht feststellen.

10:55 Uhr
Blutdruck 153/93, Puls 85 (neuer Blutdruck-Höchstwert)

11:00 Uhr
Urin 85 ml (wie immer, etwas dunkel, nicht trübe, fast geruchslos)

11:45 Uhr
Gewicht 70,0 kg

13:30 Uhr
Blutdruck 130/105, Puls 91

13:45 Uhr
Bad eingelassen mit Kneipp Citronellagras, 20 Minuten gebadet.

14:15 Uhr
Ins Bett und 30 Minuten geschlafen.

!4:45 Uhr
Wach geworden durch Rückenschmerzen.

14:50 Uhr
Urin 95 ml (wie immer, etwas dunkel, nicht trübe, fast geruchslos)

14:55 Uhr
Gewicht 70,0 kg (gleiches wie 11:45 Uhr, bemerkenswert)

Ich bemerke vermehrt das schmerzhafte Ziehen im Leberbereich. Es kann auch eine Verkrampfung des Zwerchfells sein. Es trat vor ein paar Jahren erstmals bei Arbeiten mit Konzentration auf. Vielleicht könnte man auch sagen: Bei monotonen, andauernden Arbeiten. Das hat sich in den letzten Jahren verstärkt. In Zeiten, wo ich mich in guter Form fühlte, war es gänzlich weg. Es tritt sowohl bei Arbeiten im Sitzen als auch im Stehen auf. Organisch bin ich nicht krank. Vielleicht eine psychosomatische Reaktion? Jetzt beim Schreiben am Computer stellt es sich auch ein. Es hat mit der "psychischen Energie" zu tun. Nach meiner Ansicht ist die Psyche mehr an die organischen als an die seelischen Abläufe gebunden. Also muss sie auch irgendwo ihre organisch Energie beziehen oder ein "Energiezentrum der Psyche" haben. Vielleicht sitzt das dort, wo sich bei mir die Schmerzen einstellen. Im Zwerchfell oder Leberbereich. (?)

17:00 Uhr
Geschaut, was die Frau gekocht hat. Hm... lecker. Sauerkraut riecht durchs ganze Haus. Ich bin hundemüde und lege mich lieber ins Bett, statt zu Essen. Ich darf ja sowieso nicht.

17:15 Uhr
Wieder wach geworden durch starke Rückenschmerzen. Es ist eine Tortour.

19:45 Uhr
Urin 75 ml (wie immer, etwas dunkel, nicht trübe, fast geruchslos)

19:50 Uhr
Blutdruck 136/101, Puls 76, Gewicht 69,9 kg


Nur noch 2 Tage, ich glaube, ich werde es schaffen.
Ich musste heute persönlich feststellen, dass selbst (oder gerade) nahe stehende Menschen mit Bildung der Sache völlig ablehnend gegenüberstehen und mich lieber für verrückt erklären würden oder "leichtsinnig und unverantwortlich zu handeln", als ein Argument zu überdenken. Sie können dieses Phänomen nicht in ihr Denken aufnehmen, ja sie spüren sofort, dass es Ihre bisherige Gedankenwelt erschüttern würde. So gehen sie lieber den anderen Weg und erklären den Informanten für psychisch nicht gesund, samt all seiner Vorinformanten, und seien dies auch angesehene, glaubwürdige Leute. Auch akademischer Grad hilft da nicht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Das bestärkt mich in der Wichtigkeit dieser Sache. Ich werde es durchziehen, wenn es mir von höherer Ebene aus gestattet ist.

22:50 Uhr
Urin 65 ml

23:15 Uhr
Blutdruck 137/102, Puls 91

23:20 Uhr
Gewicht 69,6 kg

23:30 Uhr
Ins Bett. (mit Wärmeflasche)

Ich fühle mich insgesamt bereits ernährt, denn es ist sei 2 Tagen kein weiterer Kräfteverfall festzustellen. Die Dehydrierung besteht aber fort. Die Begleitumstände, Durst, Rückenschmerzen, hoher Blutdruck, der sich bei mir in Grenzen hält und große, nervliche Unruhe oder Ruhelosigkeit, bestehen aber ebenfalls fort und steigern sich sogar permanent.

Ich bin meiner Seele dankbar und auch denen, die Jasmuheen "die Himmlische Bruderschaft" nennt. Dankbar dafür, dass ich an so einer großen Sache teilnehmen darf. Und ich danke meinem Körper mit all seinen Funktionen und all dem Geist und Bewusstsein, das ich manchmal nur von Ferne in ihm erahne, für die großartige Leistung die er aufbringt.

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Tagesmenge Trinken gesamt: 0
Gewicht morgens (nach der Toilette): 70,4 kg (niedrigstes nachts 69,6 kg)
Stuhlgang: nein


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