zurück

Kritische Gedanken vorab...

21.07.2005

Wie an anderer Stelle schon erwähnt, sehe ich, dass es "Jasmuheen" sehr um die Selbstdarstellung geht. Ihre "Quellen" scheinen auch wenig Wert darauf zu legen, verstanden zu werden. Vielleicht liegt es an der Übersetzung. Der eigentliche Teil, der den 21-Tage-Prozeß beschreibt, sollte mir auch genügen. Vielleicht finde ich aber auch noch einen Zugang zum übrigen Inhalt des Buches "Lichtnahrung". Was mich schon stört, ist die lieblose Arbeit von Übersetzer und Lektoren. Auf Anhieb 4 Druckfehler auf den ersten 20 Seiten und im Rest nochmal 10, das ist bei einer 8. Auflage zuviel. Eine schlampige Arbeit. Soviel dazu.

Die "Informationen" wurden per "Channeling" übertragen. Für wen das ein Grund ist, die Sache selbst anzuzweifeln oder sogar ins Lächerliche zu ziehen, der soll es getrost tun. Besser ein Spötter, der noch nicht reif dafür ist, als Mitläufer mit Unverstand und Übereifer.

Wer es gewohnt ist, Dingen wie "Channeling" offen gegenüber zu stehen, kann z.B. in der Seth-Literatur erstaunlich logisch-schlüssige Erklärungsmodelle finden, ebenso in den Büchern der Autoren Varda Hasselmann/Frank Schmolke und in vielen anderen auch. Diese "Quellen" haben es mir besonders angetan. Man erkennt sofort, dass es unmöglich ist, dass ein Autor das aus sich erschaffen könnte. Dazu ist es immer zu komplex und von vollendeter Logik. Und man erkennt an der gänzlich anderen Sprache "dieser Botschaften" die Präsenz eines anderen, größeren Bewusstseins. Die ersten Kapitel von "Jasmuheen" kommen mir dagegen wie eine Aneinanderreihung von Phrasen vor. Das unvergleichlich Beste, aus Channelings stammende Material, das mit wenigen Worten sofort die Seele zum Mitschwingen bringt, fand ich im Buch "Die Lazaris-Botschaft" von Peny Prestini, aus dem Amerikanischen übersetzt von Mascha Rabben.

Dennoch, bei aller "Aufnahmebereitschaft" gegenüber diesen "Quellen", stelle ich bisweilen Widersprüche fest. Die "Quelle" der Autoren Hasselmann/Schmolke "sagt" über Therese von Konnersreuth, die auch im Buch von Michael Werner als Beispiel für "dauerhafte" Nahrungslosigkeit genannt wird, nicht nur, dass sie sich ihre Stigmata selbst zugefügt habe, sondern auch klipp und klar, dass sie heimlich gegessen habe und nicht zu knapp. (nachzulesen in "Wege der Seele" von Hasselmann/Schmolke, Seite 179, 180)

Nun wird gerade im Buch von Michael Werner mit besten Worte über die Therese von Konnersreuth und ihre Nahrungslosigkeit berichtet, ja dort wird sogar von "einer Heiligen" gesprochen, was im Sinne einer Heilig- oder Seligsprechung der Kirche nicht (oder noch nicht) zutrifft. Es wird dort auch von Zeugen ihrer Nahrungslosigkeit und von berühmten Persönlichkeiten berichtet, die restlos von ihrer Mission überzeugt waren. Die Channeling-Quelle von Varda Hasselmann sagt hingeben ganz klar, dass Therese von Konnersreuth zwar lange fasten konnte, wenn es sein musste auch über Wochen oder dauerhaft, aber dennoch sonst heimlich regelmäßig gegessen habe, und dass zwei Familienangehörige darin eingeweiht waren, aber strengstes Stillschweigen darüber bewahrten.

Persönliche Schlussfolgerung: Schließlich hatte die Familie großes Ansehen durch die Pilgerströme, die unaufhörlich durch das Schlaf- und Ruhegemach der Therese geleitet wurden und wohl auch manche Spende hinterließen. So wäre es auch verständlich, dass man eisern der einmal eingeführten Route weiter folgte. Dass sie imstande war, 21 Tage oder mehr am Stück zu fasten und dies auch bisweilen tat, dürfte damit nicht in Frage gestellt sein.

Fazit: ??? Keines!

29.07.2005

Anfangs hatte ich aus Abneigung beschlossen, aus dem Buch "Lichtnahrung" von Jasmuheen, "nur den Teil der Anleitung zum 21-Tage-Prozeß" zu übernehmen. Entgegen dieser zuvor geäußerten Absicht habe ich das Buch nun doch genauer studiert. Die Abneigung ist geblieben, "das ganze Buch hat keinen durchgehenden Aufbau", es wirkt "gestückelt und zusammengesetzt". Zwischen den einzelnen Kapiteln sind große Sprünge in Ausdruck und Stil festzustellen. Und die Rechtschreibfehler und falschen Satzstellungen, somit wirkt es insgesamt schludrig bearbeitet und macht nicht gerade einen seriösen Eindruck. Immerhin ist es die 8. Auflage seit der Ersterscheinung 1997.

Was die Autorin "Jasmuheen" betrifft, so muss ich sagen, dass sie sich "als Übermittlerin der eigentlichen Botschaft" vielleicht dennoch bewährt hat, denn "die Botschaft" richtet sich nicht "an die Welt", auch nicht an "nur ein paar Millionen", sondern an relativ wenige, die einen Seelenweg hinter sich haben, den die meisten Leser oder Besucher von Jasmuheens öffentlichen Auftritten noch gar nicht vollzogen haben. "Jasmuheen" selber gehört zweifellos zu denen, die ihn vollzogen haben, aber die exponierte Position auf diesem "Seelenweg" bedeutet nicht, frei von Irrtümern und frei "von Herrschaft des Egos" zu sein, denn dieser große Weg führt nur über Irrtümer zur Höhe der Wahrheit hinauf. Andererseits erfordert die Verbreitung mittels eines Buches genau das, was man auch hier findet: Ein gewisses Maß an Egozentrik, Ehrgeiz und Erfolgsstreben beim Autor.

Ansonsten scheint "Jasmuheen" in dieser Sache bisweilen außerordentlich inkompetent. Sie assoziiert eindeutig die falschen Leitbilder, wobei sich die Frage stellt, ob es überhaupt Gründe nach menschlichen Maßstäben braucht, eine neue Wahrheit "zu finden" und ob es nicht Grund genug ist, dass es sie potentiell irgendwo gibt.

"Jasmuheen" schreibt: * Das Geld, das man für Essen spart, kann man für Kleidung ausgeben. Das wird besonders Frauen Spaß machen! * Großartiger Zeitgewinn, da man weder Lebensmittel einkaufen, noch kochen oder die Küche putzen muss. (Seite 111, 8. Auflage "Lichtnahrung")

Das ist angesichts dieser großen Sache eine kindlich-naive Sichtweise. Wer es auf solche Dinge abzielt, hat das Prinzip nicht erkannt. Wenn er dennoch mit dieser Grundeinstellung den 21-Tage-Prozeß erfolgreich absolviert, wird ihm das auf seinem individuellen Entwicklungsweg zwar helfen, aber es wird ihn auch hindern, "sich gleich und unverzüglich den eigentlichen, weiteren Zielen zuzuwenden". Und die sind nach meiner Überzeugung nicht, "mehr Klamotten" oder sonstige materielle Vorteile oder Bequemlichkeiten zu erlangen, nicht einmal den Welthunger zu besiegen, sondern zu erkennen, dass wir selber Schöpfer unserer Wirklichkeit sind. Die Wissenschaft und das Wissen, dass uns jetzt noch erklärt, dass der Körper zum Leben Nahrung braucht, ist eine von uns im Kollektiv geschaffene Wirklichkeit. Wir können sie offenbar ändern, "indem genügend Einzelindividuen zu anderen Überzeugungen kommen". "Heisenberg und das Beobachterphänomen" sind nur ein Baustein dieses Wissens, aber sie untermauern es von wissenschaftlicher Seite her. Wobei es das eigentlich erstaunliche Phänomen ist, dass wir es selber waren, die diese Wissenschaft im Kollektiv erschaffen haben. Auch die Wissenschaft, die sich beharrlich sträuben wird, sich umstoßen zu lassen.

"Jasmuheen" schreibt auch: * Bemerkenswert ist auch, dass ich wesentlich weniger essen kann, als jemand, der magersüchtig ist, und dabei vollkommen gesund bleibe. (Seite 155, 8.Auflage "Lichtnahrung")

Das ist eigentlich ein verdecktes Eingeständnis, dass sie regelmäßig isst. Sie scheint sich zwar bewiesen zu haben, dass sie nicht essen muss, und das würde auch besser zu ihrer selbstgewählten Rolle einer Vorreiterin passen. Aber sie scheint sich nicht sonderlich daran zu halten. Das wäre zwar auch kein Hindernis, aber nach außen gibt sie vor, "nahrungslos" zu leben. Wichtig ist, dass sie es bewiesen hat und dass sie es kann.

(Seite 159, 8 Auflage "Lichtnahrung")

"Stell dir vor

* eine Welt ohne Schlachthäuser (die Vegetarier und Tierbefreier wären begeistert;

* eine Welt ohne Tierzucht oder Weidewirtschaft auf wertvollem Land nur fürs Schlachthaus;

* keine Bauernhöfe oder Weideflächen zur Lebensmittelproduktion;

* kein McDonald's....;

* keine Kinder, die an Hunger sterben...

* keine magersüchtigen Teenager;

* keine Weltarmut, da Milliarden Dollars, die für Nahrung ausgegeben werden, für soziale Veränderungen und die Angleichung der Lebensbedingungen ausgegeben werden können: daher keine Ghettos, kein Verbrechen, kein Bedarf an Sozialhilfe;

* ein für das Wohl aller vereinter Planet, da das Leben vom Licht entweder von spirituellem Erwachen zu einem besseren Dasein motiviert ist oder es herbeiführt."

****

Das zählt wohl zu den Dingen, die man als Buchautor irgendwann bereut und lieber nicht geschrieben hätte. Es bleibt zu hoffen, das "Jasmuheen", deren Rolle in dieser Sache zweifellos anzuerkennen und bedeutend ist, inzwischen auf ihrem Entwicklungswege weiter vorangekommen ist. Aus metaphysisch-philosophischer Sicht sind das erbarmungswürdige Plattheiten. Ebenso der permanente Versuch, das Ganze zu einer Konstruktion von eigenem mystischen Wissen und dem anderer mit vielen Verweisen zu machen. Das ist für den Lichtnahrungsprozess völlig unnötig und sogar hinderlich. Es zieht die Sache sogar ins Lächerliche. Gut, dass ich erst das Buch "Leben durch Lichtnahrung" von Michael Werner gelesen habe.

Die Channelings von "Jasmuheen" sind nach meiner Einschätzung einwandfrei. Sie überzeugen mich. Somit hat sich das Lesen des Buches doch gelohnt.

Die "15 Fragen", mit denen abgeklärt wird, ob man für den Lichtnahrungsprozess bereit ist, waren überraschenderweise andere, als ich sie zuvor im Web gefunden hatte. Bei der Beantwortung überkam mich eine starke, tiefe und auch sentimentale Regung. Es war, als riefe meine ganze Seele mit ihren tausend Stimmen bei jeder Frage aus ganzem Herzen "Ja!". Mit Ausnahme der Teilfrage nach einem Betreuer. Auf diesen werde ich verzichten und dafür, in Reflektion mit dieser Webseite, mein eigener Betreuer sein. Ich hoffe, dass es mir gelingen möge.

30.07.2005

Der "Therese Neumann" (Therese von Konnersreuth) widmet "Jasmuheen" ein eigenes, kurzes Kapitel. (Seite 45, 8.Auflage "Lichtnahrung") "Therese" wird als Beispiel für Nahrungslosigkeit aus religiösen Motiven angeführt. Das Kapitel ist nur eine Seite lang, aber es wird kein Zweifel daran gelassen, dass "Therese" gänzlich ohne Aufnahme von Nahrung lebte. In den Channelings wird "Therese" nicht erwähnt. Misst man "den Aussagen von Channelings" allgemein einen besonderen Wert zu, so wie ich das tue, so steht der oben schon genannte Kommentar "Der Quelle" (Channeling Varda Hasselmann) im Widerspruch dazu. (Therese von Konnersreuth hätte regelmäßig "heimlich" gegessen, unter Mithilfe von zwei Verwandten) Es gibt aber bei "Jasmuheen" keine Channeling-Aussage zu "Therese Neumann", sondern nur die Passage von "Jasmuheen" zusammengestellt und geschrieben oder aus anderen Literaturquellen übernommen. Also kann ich wohl feststellen, dass es zur Nahrungslosigkeit von "Therese" wohl Widersprüche gibt, aber keine Widersprüche in Channeling-Aussagen. Könnte man das vielleicht als ein "diskretes Schweigen" dieser höheren Bewusstseinsebenen (lt. Jasmuheen "Aufgestiegene Meister") werten? "Die Quelle" von Varda Hasselmann erklärt dazu, dass "Therese" keine Betrügerin war, aber psychisch krank, mit anderen Worten eine gespaltene Persönlichkeit. Die "Therese von Konnersreuth", durch deren Haus und Kammer jahrelang die Pilgerströme geleitet wurden, war eine andere Persönlichkeit als die, welche heimlich reichlich aß (auch Fleisch) und die sich die blutenden Stigmata selbst zufügte. "Die Quelle" macht an anderen Stellen Aussagen zur "Bedeutung, Wirkung und Notwendigkeit" mancher (Vor- und Heiligen-) Bilder, die sich unter anderen Aspekten als "falsch" oder "unwahr" erweisen würden. Die entwicklungsgeschichtliche "Wirkung einer Annahme von Nahrungslosigkeit oder anderen Eigenart auf Menschen und ihre Zeit" steht demnach eindeutig im Vordergrund, gegenüber Fakten wie "tatsächliche Nahrungslosigkeit". Über den heiligesprochenen "Niklaus von Flüe", der wie es heißt 20 Jahre des Fastens verbrachte, wird im gleichen Buch "Wege der Seele" ebenfalls ausführlich berichtet. Seine "tatsächliche Nahrungslosigkeit" wird durch "Die Quelle" in keiner Weise in Frage gestellt.
Anmerkung: Das Buch "Wege der Seele" hat eine gänzlich andere Thematik, dass dort diese zwei Persönlichkeiten und ihre Nahrungslosigkeit besprochen werden, ist in Hinblick auf das Thema "Lichtnahrung" ein Zufall.

31.07.2005

Erste Zweifel und "Die Wirklichkeit eines Buches"

Wäre nicht der Bericht und das Buch von "Michael Werner", würde ich die Sache jetzt hinschmeißen. Erwartete ich von dem Buch "Lichtnahrung" von "Jasmuheen" seriöse Informationen, die dieser großen Sache gerecht werden, ist es für mich eine Enttäuschung, ein esoterisches Machwerk der untersten Schublade. Behauptungen werden in den Raum gestellt, nichts wird begründet oder gar belegt. Aber könnte man das in solch einer Sache überhaupt? (abgesehen von Verweisen auf authentische und überprüfte Fälle) Nun scheint es mir nötig, "mit meiner Kritik" kritisch umzugehen, denn ich will die schon aufkommenden Zweifel bereinigen. Wie könnte man anspruchsvoll argumentieren, um die Sache zu retten? Ich bin davon überzeugt, dass "Initiationen der Menschheit zu angemessener Zeit von höheren Ebenen" erfolgen. Ist dies hier ein solcher Fall und ist es "den Initiatoren" gar nicht wichtig, dass eine solche Botschaft "ohne Zweifel" übertragen wird? Ist "der Zweifel" vielleicht sogar ein fruchtbareres Element einer Initiation, um ein ungesundes Wachstum oder Wuchern zu vermeiden? Dann würde "die Botschaft" nur bei denen ankommen, die in der Lage sind, mit ihren Zweifeln fertig zu werden. Liegt darin die Aufgabe, die ich für mich lösen muss?

Man sieht "Autor und Buch" stets nebeneinander. In Wirklichkeit ist da eine "Astgabelung": der Zeitpunkt, an dem der Autor aufhörte zu schreiben und das Buch gedruckt wurde. Das Buch ist so geblieben, aber der Autor ist in seiner Entwicklung weiter gegangen. Es gibt also "die Wirklichkeit des Augenblicks". Die, in dem das Buch geschrieben, und die andere, in dem es gelesen wurde. Greift man die negativen Beispiele heraus, so scheint "Jasmuheen" viele unausgereifte Gedanken zu der Sache zu haben, die sie vermitteln will. Vielleicht ist sie inzwischen viel weiter gekommen. Vielleicht ist es gar nicht nötig, dass jemand "kompetent" sein muss, um eine solche "Botschaft" zu vermitteln. Und vielleicht sind gerade die, die kompetent wären, es, die dazu schweigen. Vielleicht wurde dieses Wissen wie der Samen von Pflanzen dem Wind und einer Natur mit ihren Unabwägbarkeiten übergeben. Es wächst dort an, wohin der Wind es treibt und wo es günstige Bedingungen vorfindet.

Eine Traumbotschaft?

In der letzten Nacht hatte ich folgenden Traum: Ich befand mich am felsigen Rande eines riesigen, quadratischen (und somit "erschaffenen") Abgrundes, der unüberschaubar beängstigend tief hinab ging. Mir schien, als seien unten Gründe und Fundamente "der Wahrheit" zu finden, die ich und alle anderen suchten. In einer Ecke dieses Riesenabgrundes gab es einen vergessenen und nicht mehr intakten Abstieg aus uralten Zeiten. Eine lang schon verwitterte und teilweise nur noch in Fragmenten erhaltene Konstruktion aus Holzbalken, die in den Ecken der aneinander stoßenden Felswände verankert war. Ein Freund, Bruder oder naher Verwandter hatte sich auf den Weg gemacht, dort hinabzusteigen. Er sah die Gefahr nicht oder wollte sie nicht sehen und hatte andere Motive: Er wollte bis zum Grund nach unten vordringen, koste es, was es wolle. Ich sah hingegen die Baufälligkeit der morschen Balken und die Risiken und versuchte, ihn zurückzurufen, mit dem Vorschlag, den Abstieg nur soweit zu machen, wie die alte Konstruktion noch vorhanden und halbwegs intakt war, um sie zu sanieren und sie als historisches Relikt (und "Beweis") öffentlich anderen zugängig zu machen.

Da mir unmittelbar nach dem Erwachen mein Projekt "Lichtnahrung" dazu einfiel, denke ich, dass es eine Warnung ist. Die Deutung fällt mir nicht schwer: In der Absicht, die Sache durchzuziehen, um zum Grund zu gelangen, liegt eine (für mich) auch durchaus tödliche Gefahr, auf die mich der andere Part meiner Seele hinweisen muss. In der anderen Absicht, es sicher zu gestalten und zugänglich zu machen, liegt die Gefahr, es als reine Sensation auszuschlachten und "zur Schau stellen zu wollen" und dabei immer an der Oberfläche der Wahrheit bleiben zu müssen. Sowohl das eine, wie auch das andere, wird von meiner Seele nicht gutgeheißen. Der Abgrund ist vorhanden und bröckelt. Was (noch) nicht stimmt, sind meine Motive.

1.08.2005

Heute geht es mir nicht gut. Ich mache mir auch Vorwürfe, weil ich die Sache so kritisch angehe. Und vor allem, weil ich das Buch von "Jasmuheen" nicht akzeptieren kann, mit Ausnahme der Passagen zum Lichtnahrungsprozess. Die Aussagen zum Lichtnahrungsprozess überzeugen mich hingegen, sie lassen etwas in mir anklingen. Nun frage ich mich, ob mir die Sache im September gelingen wird. Bin ich insgesamt nicht reif dafür, weil ich zu sehr auf die Logik baue und alles zu kritisch hinterfrage und mich dennoch in der eigentlichen Sache doch letztlich auch nur auf meine Intuition verlasse? Oder bin ich gerade deshalb reif für diesen Prozess, eben weil ich so vieles hinterfrage, um so die eigentlichen, nicht rational beantwortbaren Fragen aus diesem Umfeld heraus intuitiv beantworten zu können? Ich weiß es nicht. Alles in mir sagt "Ja!" zum Lichtnahrungsprozess.

Körperlich geht es mir seit einigen Tagen wieder schlechter. Vor allem nach dem Essen. Ich bekomme Herzrhythmusstörungen, die aber nach einiger Zeit wieder vergehen. Seit mehreren Jahren habe ich nach dem Essen gelegentlich Anfälle von Arrhythmie. Und im vorigen Jahr sogar über Monate hinweg dauerhaft. Das wurde aber nach einer zweimaligen Elektrokardioversion Ende vorigen Jahres behoben. Es ging sogar so gut, dass ich die Betablocker reduzieren konnte und jetzt seit einigen Wochen gar keine mehr genommen habe. Aber heute, nach dem Essen einer Scheibe Brot mit Butter, bekam ich wieder einen heftigen Arrhythmieanfall und habe eine Tablette genommen. Das alles als Zeichen "für den Lichtnahrungsprozess" zu deuten, scheint mir zu simpel. Organische Ursachen für die Arrhythmie wurden bisher keine gefunden, auch keine Allergien oder Nahrungsmittel, die das speziell auslösen. Also ist es psychosomatisch? Und wenn es kein Fingerzeig meiner Seele oder höherer Ebenen ist, würde ich dennoch mit dem Lichtnahrungsprozess dieses Problem beheben. Und hinzu kommt meine Sehnsucht, ein wenig aufzusteigen, auf meinem Seelenweg. Ich kann momentan keine Gründe sehen, den Lichtnahrungsprozess nicht durchzuführen.

Habe auch im Web inzwischen zwei weitere Erfahrungsberichte gelesen. Beide haben es nicht so streng gehalten, hinsichtlich "der Abstinenz von allen weltlichen Altagsdingen". Das will ich ein wenig besser machen. Und sie haben keinen "Begleiter" gehabt, das möchte ich ja auch machen, ohne "Begleiter". Es alleine durchziehen, mit den Kräften und der Hilfe des Lichtes und meiner höheren Ebenen.

Was ich mich auch frage: Es gibt ein paar, die darüber berichten. Aber keinen, dem es total misslungen wäre und der eventuell abbrechen müsste. Die, die dabei gestorben sind, können logischerweise nichts mehr sagen. Und es gibt keine Statistik, denn ich denke, dass die meisten es machen, ohne viele Worte zu verlieren und nur wenige andere einweihen, die es wert sind. Ein tödlicher Ausgang würde so gar nicht den Weg einer Sensationsmeldung durch die Presse gehen. Andererseits würde eine Statistik auch nicht helfen. Sie macht sowieso nie eine Prognose für den Einzelfall.

2.08.2005

Es geht mir etwas besser. Die Betablocker-Tablette hat mir wieder (und nicht zum ersten Mal) gezeigt, dass ich "medikamentenfrei" zwar leben kann, aber nicht so beschwerdefrei. Das wirft nun Fragen auf: Wie handhabt man das beim 21-Tage Lichtnahrungsprozess? Ich nehme außerdem auch regelmäßig Schilddrüsentabletten. Im Web fand ich bisher dazu keine Angaben. Ich denke, 21 Tage wird es leicht ohne Tabletten gehen, "die anderen Beschwerden" werden viel größer sein. Aber wie ist es generell "danach"? Wenn ich davon überzeugt bin, dass mein ganzer Körper "von Wesen höherer Ebenen" auf ein Leben ohne die übliche Nahrung "umgestellt" wird, dann wäre es doch töricht, zu glauben, für die Medikamente würde das nicht gelten. Ich hoffe, dass mein höheres Selbst sich dazu klar und deutlich äußern wird. (bisher schweigt es, zumindest gibt es mir keine unverkennbaren Hinweise) Das Essen selbst wird mir jetzt, vor dem 21-Tage Prozess, schon immer weniger interessant. Allerdings unterbrochen von Phasen großen Appetits. Generell habe ich aber ein leichtes Gefühl der Übelkeit. Sollte ich das als ein Signal und eine hilfreiche Vorbereitung meines höheren Selbst werten?

Ich bin auch sehr erleichtert, was meine Selbstvorwürfe wegen meiner kritischen Wertung des Buches "Lichtnahrung, von Jasmuheen" betrifft. Im Web las ich von Thomas Stöckli, dem Mitautor von Michael Werner, was er beim Lesen dieses Buches empfand:

"Das Buch Lichtnahrung stieß mich jedoch vom Stil wie auch vom Inhalt her ab. Es wirkte auf mich wie ein esoterischer Mischmasch..."

Das trifft ja genau ins Schwarze. Ich brauche mich also nicht allein fühlen, mit dieser, meiner Einschätzung.

14.08.2005

Obwohl ich mit dem Lichtnahrungsprozess erst im September beginnen will, geschieht In den letzten Tagen schon etwas, das ich "als Vorbereitung" werte: Ich habe Traumkontakte. Mir wird an Traumszenen deutlich gemacht, dass gewisse Handlungs- und Denkweisen künftig "nicht mehr hingenommen werden". Es geht dabei auch um sexuelle Dinge. Ich bin also nicht mehr allein für mich verantwortlich, sondern verspüre in Form von deutlicher Kritik ein Mitwirken (vielleicht meines höheren Selbst).

Außerdem hat sich mein Schlafbedürfnis stark erhöht. Ich schlafe wesentlich länger, tiefer und träume intensiver. Auch tagsüber, und das ist sehr ungewöhnlich, kann ich 3 Stunden mit intensiven Träumen tief schlafen. Meine Träume sind "absolut positiv", was die Gesundheit in Zukunft betrifft. Das Symbol für Gesundheit war für mich in den letzten Jahren sonst immer warnend. "Ein LKW, der sich mit defekter Bremse" oder "ungebremst rückwärts rollend" auf eine Katastrophe zu bewegte. Jetzt träumte ich hingegen mehrfach, dass sich bewusster LKW aus schwierigstem Gelände herausfahren ließ, wobei ich selbst immer am Steuer sitze.

28.08.2005

Habe die letzten Wochen mit Renovierungsarbeiten am Haus verbracht. Ich möchte das, was seit langem geplant war, "vorher" noch erledigen. Wohl auch durch die körperliche Arbeit angeregt, verspüre ich in letzter Zeit einen guten Appetit. Ich mache mir also nun meine speziellen Gedanken, wie es sein wird, wenn ich am Sonntag in 14 Tagen mit dem Lichtnahrungsprozess beginne.

Die letzten Kapitel des Buches "Lichtnahrung" von Jasmuheen habe ich nun auch gelesen. Sie sind von anderer, höherer Qualität, als die, die mir nicht gefallen haben. Möglicherweise wurden sie in späteren Auflagen hinzugefügt (ich habe die 8. Auflage v. 2005). Ich werde versuchen, mir zum Vergleich die 1. Auflage v. 1997 zu beschaffen. Das Fazit, das ich vorerst aus meiner Vermutung ziehen kann: Als "Botschafter" für diese Sache war es gar nicht nötig, das die Überbringerin (Jasmuheen) ihren höchsten Standpunkt bereits erreicht hatte. Die Sache muss selbst für sich sprechen und nichts anderes. Wer in der Hauptsache nur beeindruckt von der Erscheinung Jasmuheen oder anderer charismatischer Geister auf diesen Weg gelangt, wird möglicherweise später allein sein, wenn er seinen individuellen Weg geht. Das höhere Selbst muss jeden begleiten, denke ich. Das ist das Wichtigste.

Ich habe auch bei meinem Hausarzt das Thema vorsichtig angesprochen. Er sieht das glücklicherweise nicht so schulmedizinisch-fanatisch und ich kann also im Verlauf meiner 21 Tage nun auch gelegentlich ärztlich untersucht werden, ohne eine Geheimniskrämerei um die Sache machen zu müssen. Es ist mir wichtig, in dieser Zeit, die ich ansonsten allein und ohne den üblichen Begleiter durchstehen will, einen neutralen und vor allem ärztlichen Beobachter meiner körperlichen Verfassung zur Seite zu haben. Ich denke vorerst, dass ich einmal die Woche in die Praxis gehen werde. Vielleicht auch zweimal die Woche.

Am Sonntag, d. 11.09.2005 soll es "losgehen". Ich bin zuversichtlich, wie von Anfang an.

10.09.2005

Morgen beginne ich. Bis heute Abend hatte ich volles Programm. Meine lang geplanten Arbeiten am Heizöllagerraum sollten noch fertig werden. Dazwischen die Vorbereitung meines Schlafraumes, in dem ich mich nun auch tagsüber viel aufhalten werde. Insgesamt ist nun alles fertig geworden. Das war "eine andere Art der Vorbereitung". Ich denke, es wird den Prozess nicht stören. Gestört hätten mich dafür um so mehr die liegen gebliebenen Projekte und Arbeiten.

In den letzten Tagen geschehen merkwürdige Dinge, die zu nennen ein Wagnis wäre, sich "allgemeinen Kritikern" auszusetzen. Es waren Dinge, die man als "Häufung von Zufällen" einstufen könnte. Aber für mich waren es kleine Wunder. Ich sehe darin ein Signal meines höheren Selbst, das auf manche Weise in die Entwicklung der Geschehen eingreift, und so auch jetzt. Es will mir damit seine Zustimmung signalisieren, indem es viele Dinge "perfekt laufen lässt", von denen ich unter anderen Umständen erwartet hätte, dass sie wenigstens zur Hälfte nicht auf Anhieb klappen.

Eine Nahrungsumstellung mit leichten Suppen etc. habe ich nicht durchgeführt. Ich habe davon gelesen, denke aber, dass inzwischen zu viel da hineininterpretiert wird. Man sollte sich auf die allgemeine "Botschaft" in dieser Sache beschränken, also das, was durch Channeling übermittelt wurde. Alles weitere sollte offen sein und dem individuellen Gefühl überlassen werden.

Habe eben um 22 Uhr meine letzte Mahlzeit zu mir genommen, ein großes Stück Emmentaler Käse, dazu eine Tasse Kakao. Danach einige Gläser warmes Wasser. Jetzt ist es 23 Uhr und ich werde noch ein Glas Wasser trinken. Dann beginnt mein 21 Tage Lichtnahrungsprozess. Ich habe vor, zwischendurch ständig davon zu berichten, auch wenn es niemand liest oder nur die, die der Zufall auf meine Seite verschlägt.