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31.12.2005

Zum Jahresende mache ich einen Rückblick, und ich habe auch schon neue Pläne.
Was hat mir der (nicht gelungene) Lichtnahrungsprozess gebracht, den ich im September dieses Jahres begonnen hatte? "Nicht gelungen..." deshalb, weil ich nach der 1. Nullwoche zwar 3 Wochen nur von Fruchtsäften gelebt habe und auch mein Gewicht bei 68 - 70 kg halten konnte. Dann aber wollte ich es wissen und hängte noch eine Woche dran, in der ich nur Wasser zu mir nahm. Am 6. Tag dieser insgesamt 5. Woche habe ich abgebrochen, weil ich an jedem dieser "Wassertage" etwa 1 kg abnahm. Am Schluss wog ich 64,7 kg. Erwartungsgemäß hätte ich am letzten Tag dieser Woche unter 64 kg gewogen. Damit hätte ich das absolute Limit unterschritten, das ich mir einmal vorher gesetzt hatte. Und damit war auch eine Grenze erreicht, wo es von einem zum anderen Tag gefährlich werden konnte.

Mein Befinden war nicht so schlecht, wie man meinen könnte. Außer einer schier unerträglichen Gier nach Essen jeder Art, war es sogar erträglich. Aber gerade das zeigte mir, dass ich für diesen Prozess nicht oder noch nicht reif bin. Mein Seelenalter - ermittelt nach der Seelenlehre von Varda Hasselmann u. Frank Schmolke - ist hoch, sogar sehr hoch. Damit bin ich reif für solche einsamen Wege, wie dieses Experiment einer war. Aber es heißt nicht, dass man damit gleich ans Ziel kommt.

Für mich war es sogar in gewisser Weise ein Abstieg. Ich bin auf diese mentale Höhe gestiegen und wurde abgewiesen. So sehe ich es heute. Ich fühle mich auch weitaus weniger spirituell orientiert. Dafür habe ich eine Menge an Lebensfreude durch praktische Arbeiten an meinen Hobbys und an handwerklichen Arbeiten am Haus gewonnen. Ich würde sagen, dass der Lichtnahrungsprozess zwar kein Jungbrunnen war, aber eine wesentliche Steigerung meiner in Jahren verloren gegangenen Kräfte gebracht hat. Somit wurde mir etwas verweigert und etwas anderes geschenkt oder zurück gegeben.

Alle Beschwerden, die ich während des Lichtnahrungsprozesses hatte, besonders dieses Ziehen im Bereich der Leber, sind wieder verschwunden. Die anderen Beschwerden, die ich über Jahre hatte, sind nicht gänzlich weg, aber sie gehen und kommen nun, statt permanent zu bleiben, wie es immer war. Somit habe ich viele Freiräume dazwischen gewonnen.

Ob ich an den Lichtnahrungsprozess glaube, jetzt, nachdem ich daran gescheitert bin?
Ich glaube nach wie vor daran, aber nicht mehr in der naiven Form. Ich denke, wenn ich den Prozess wiederhole, dann werde ich nicht wieder "alles aufschreiben", nicht "alles dokumentieren wollen". Darin liegt ein Paradox. Das passt nicht zu dieser Zeit der Stille und inneren Einkehr.
Ich werde mich im neuen Jahr vorbereiten und im März, ein halbes Jahr nach dem ersten Versuch, einen neuen Anlauf machen. Mein Ziel ist nicht, dauerhaft ohne Essen zu leben. Aber ich möchte etwas erreichen. Nicht den Nachweis, "dass es geht". Das ist nicht nötig. Ich möchte die Bestätigung, dass "ich" es geschafft habe. Das ist das einzig Ungewisse für mich dabei.

Im März, werde ich einen neuen Versuch starten.